Japan gewährt Taiwans Ex-Präsident Lee Visum

23. Dezember 2004, 15:59
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China über Einreise des 81-Jährigen verärgert

Tokio - Japan hat dem taiwanesischen Ex-Präsidenten Lee Teng-hui ein Visum ausgestellt und damit China verärgert. Wie japanische Medien am Dienstag unter Berufung auf das Außenministerium in Tokio berichteten, erhielt der 81-jährige Lee in Taipeh ein Visum für eine 15-tägige Privatreise nach Japan. Es gebe keinen Grund, Lee ein Visum zu verweigern, da er als Privatperson einreisen wolle, sagte der japanische Ministerpräsident Junichiro Koizumi.

Chinas Botschafter in Tokio, Wang Yi, sagte Medienberichten zufolge am Dienstag, Lee sei eine "führende Figur bei den Aktivitäten zur Spaltung (Chinas)". Man wolle, dass Japan seine Visums- Entscheidung überdenkt. Peking betrachtet Taiwan als abtrünnige Provinz und droht bei einer Unabhängigkeitserklärung mit Krieg. Die japanisch-chinesischen Beziehungen sind wegen Japans Kriegsvergangenheit gespannt. Japan führt China in seinen neuen Verteidigungsrichtlinien erstmals explizit als Sicherheitsrisiko auf. (APA/dpa)

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