USA fordern in Darfur-Krise Zurückhaltung der Konfliktparteien

22. Dezember 2004, 17:02
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Ernsthafte Besorgnis wegen der anhaltenden Gewalt

Washington - Die US-Regierung hat die Konfliktparteien in der sudanesischen Darfur-Krise zur äußersten Zurückhaltung aufgefordert. Die Vereinigten Staaten seien ernsthaft besorgt wegen der anhaltenden Gewalt in der westsudanesischen Krisenregion, sagte Außenamtssprecher Richard Boucher am Montag in Washington.

Die Operationen der sudanesischen Regierungsstreitkräfte und der mit ihr verbündeten lokalen Milizen hätten in den vergangenen Tagen zu unsäglichem Leid sowie zur Vertreibung von tausenden von Menschen geführt, sagte Boucher.

Der Sprecher forderte zugleich die Rebellen auf, den Waffenstillstand einzuhalten. Die Kämpfe zwischen Regierung und Rebellen behinderten die internationale Hilfe für die Not leidende Bevölkerung.

Die Krise in der abgelegenen Provinz brach vor etwa zwei Jahren aus, nachdem Rebellen Regierungseinrichtungen angegriffen und mehr politische Mitsprache eingefordert hatten. Die Regierung geht seitdem mit Hilfe arabischer Reitermilizen gegen die schwarzafrikanische Bevölkerung vor, die sie der Unterstützung der Rebellen verdächtigt. (APA/dpa)

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