Deutsch-russische Raumfahrt-Achse

29. Dezember 2004, 12:30
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"Zukunftsweisende" Kooperation soll ausgebaut werden - Beispielsprojekt "Rokviss": Roboter-Arm für die ISS

Berlin - Deutschland sieht gute Chancen für den Ausbau der Zusammenarbeit mit Russland. Die zuständige Ministerin Edelgard Bulmahn sagte, diese Kooperation sei "zukunftsweisend". Als Beispiel nannte sie das gemeinsame Projekt Rokviss (Robotic Components Verification on ISS). Dies ist ein gemeinsam konstruierter Roboterarm für die Internationale Raumstation ISS.

Der Roboterarm soll am 23. Dezember vom kasachischen Weltraumbahnhof Baikonur mit einem russischen Progress- Transporter zur ISS gebracht werden. Ende Jänner 2005 soll er an einer Außenplattform der ISS montiert werden und dort seine Weltraumtauglichkeit beweisen.

Entlastung für Astronauten

Rokviss besteht aus einem rund 50 Zentimeter großen Roboterarm, der fast ohne Zeitverzögerung in Echtzeit von der Erde aus gesteuert werden kann. Sollte das Experiment gelingen, könnten in Zukunft von der Erde aus gefährliche und anstrengende Arbeiten im Weltraum durchgeführt und dadurch Astronauten entlastet werden.

Berlin finanziert Rokviss mit 15 Millionen Euro. Bulmahn bezeichnete das Experiment als technologische Spitzenleistung. Durch den Einsatz von intelligenten und extrem beweglichen Robotern ergäben sich ganz neue Perspektiven für unbemannte Missionen auch in die Tiefen des Weltalls.(APA/dpa)

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