Weihnachtsmänner im Internet sind unzuverlässig und faul

30. Dezember 2004, 10:23
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Studie: Fast ein Drittel der E-Mails bleiben unbeantwortet

Weihnachtsmänner im weltweiten Web sind unzuverlässig und faul: Zu diesem Ergebnis kommt eine am Montag veröffentlichte Studie des Internetdienstleisters novomind. Danach gibt sich mehr als ein Drittel der Nikoläuse oder Weihnachtsmänner, die von Kindern per E-Mail angeschrieben werden, nicht einmal die Mühe, zu reagieren. Jeder zweite antwortet auf persönliche Post nur mit einer lieblosen Standardmail. Darin sei von christlicher Nächstenliebe und weihnachtlicher Besinnlichkeit meist kaum etwas zu spüren, befand novomind.

Test

Für den Test sendete novomind im Namen zweier sechs und fünf Jahre alter Mädchen jeweils zwei elektronische Briefe an Weihnachtsmänner in der ganzen Welt. Enttäuschend oft erhielten sie nur nichtssagende Standard-Antworten ohne persönliche Anrede: "Danke, dass Du Santa Claus geschrieben hast und ihn wissen lässt, dass du dieses Jahr fünf Jahre alt wirst", hieß es in einer davon. Auch selbstlose Anfragen wie die nach einem Fahrrad für den Bruder brachten die meisten Rauschebärte nicht dazu, eine längere E-Mail zurückzuschreiben.

Tricks

Mehr Zeit nahmen sich die Weihnachtsmänner dagegen, wenn die Kinder Zweifel an ihrer Existenz anmeldeten. Dann gingen laut Studie durchschnittlich elf Prozent mehr Antworten ein. "Den Nikolaus gibt es wirklich. Viele Menschen erkennen ihn nur nicht richtig", schrieb einer. Trotzdem antworteten drei von zehn Angeschriebenen nicht einmal mit einer Standard-Mail auf die dringende Frage: "Meine große Schwester hat mir gesagt, dass es Dich gar nicht gibt? Kriege ich dann dieses Jahr keine Geschenke?" (APA)

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