Krieg ist exakt definiert

21. Dezember 2004, 18:33
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Krieg definiert die Hamburger Arbeitsgemeinschaft Kriegsursachenforschung in Anlehnung an den ungarischen Friedensforscher Istvan Kende (1917-1988) als gewaltsamen Massenkonflikt, der alle folgenden Merkmale aufweist: 1. An den Kämpfen sind zwei oder mehr bewaffnete Streitkräfte beteiligt, bei denen mindestens auf einer Seite reguläre Streitkräfte (Militär, paramilitärische Verbände, Polizeieinheiten der Regierung) agieren.

2. Auf beiden Seiten muss ein Mindestmaß an zentral gelenkter Organisation der Kriegführenden und des Kampfes gegeben sein, selbst wenn dies nicht mehr bedeutet als organisierte bewaffnete Verteidigung oder planmäßige Überfälle (Guerillas, Partisanenkriege).

3. Die Kriegshandlungen ereignen sich mit einer gewissen Kontinuität und nicht nur als gelegentliche, spontane Zusammenstöße; das heißt, beide Seiten operieren nach einer planmäßigen Strategie.

Kriege gelten als beendet, wenn Kampfhandlungen für mindestens ein Jahr eingestellt oder lediglich unterhalb der Schwelle der Akuf-Definition fortgesetzt werden.

Dagegen sind "Bewaffnete Konflikte" gewaltsame Auseinandersetzungen, bei denen diese Kriterien der Kriegsdefinition nicht in vollem Umfang erfüllt sind. (APA/DER STANDARD, Printausgabe, 20.11.2004)

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