Vier Zehntel für Janne

27. Dezember 2004, 17:07
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Ahonen gewinnt auch zweites Engelberg-Springen - Janda kann Führung erneut nicht halten - Höllwarth Dritter

Engelberg - Janne Ahonen hat den siebenten Streich gelandet. Der Finne gewann am Sonntag mit 134 und 135 Metern den achten Saisonbewerb in Engelberg und geht damit als großer Favorit in die Vierschanzen-Tournee. Diesmal gewann er mit nur 0,4 Zählern Vorsprung auf den neuerlich nach dem ersten Durchgang führenden Jakub Janda. Martin Höllwarth, am Samstag Vierter, sorgte mit Rang drei wieder für einen ÖSV-Podestplatz. Dem Rest der Österreicher erging es diesmal auch auf Grund wechselnder Bedingungen nicht so gut, nächstbester rot-weiß-roter Adler war Wolfgang Loitzl als Elfter. Speziell Thomas Morgenstern und Andreas Widhölzl, der vom 15. auf den 30. Platz zurück fiel, hatten schlechte Windverhältnisse.

Wechselnde Bedingungen

"Es war ganz schwierig zu springen. Es war sehr wechselhaft, besonders im Mittelteil des zweiten Durchgangs", meinte ÖSV-Cheftrainer Alexander Pointner zur von Dauerregen gestörten Konkurrenz. Von jenem ÖSV-Trio, das heuer schon Podestplätze ersprungen hat, war nur Martin Höllwarth wieder ganz vorne dabei. Der Tiroler verfehlte als Dritter den ersten Saisonsieg der Adler lediglich um 2,4 Punkte.

Nach einer wieder verpatzten Landung von Ahonen im zweiten Durchgang hätte es Jakub Janda durchaus in der Hand gehabt, seinen überfälligen ersten Weltcupsieg zu feiern. Doch trotz des finnischen Kacherls wurde es wieder nichts, Janda sprang einfach zu kurz, auf Ahonen fehlten fünf Meter. Der Finne rückte mit seinem 25. Erfolg im Siegerranking auf Platz vier vor, ex aequo mit Adam Malysz und dem Tiroler Andreas Felder. Weiterhin klar an der Spitze liegt in dieser Wertung Ahonens Landsmann Matti Nykänen (46) vor den Deutschen Jens Weißflog (33) und Martin Schmitt (28).

Höllwarth freute sich besonders

Martin Höllwarth war mit seiner Leistung überaus zufrieden. "Mein dritter Platz freut mich heute ganz besonders. Erstens waren die Verhältnisse äußerst schwierig und zweitens war eine gute Performance auch mit Blickrichtung Tournee sehr wichtig", erklärte der Zillertaler, der die Feiertage mit seiner Familie verbringen wird. "Da werde ich meine Akkus voll aufladen. Die Energie kann ich für die Vier-Schanzen-Tournee gut brauchen."

Tournee-Quartett fix

Pointner legte sich dem letzten Weltcupbewerb vor der Vierschanzen-Tournee vorerst einmal auf die Hälfte seines Kontingents für die Springen in Oberstdorf (29.12.), Garmisch-Partenkirchen (1.1.), Innsbruck (3.1) und Bischofshofen (6.1.) fest: Martin Höllwarth, Thomas Morgenstern, Andreas Widhölzl waren auf Grund ihrer Stockerlplätze schon länger fix, als vierten nominierte er Wolfgang Loitzl. "Bei ihm sehe ich einen starken Aufwärtstrend."

Den Rest des Teams wird Pointner bei einem Spezialtraining kommende Woche benennen, am Tag vor dem Heiligen Abend steht die Mannschaft, die ja bei den Heimspringen am Bergisel und in Bischofshofen durch zehn weitere ÖSV-Springer ergänzt wird. (APA/red)

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