Linz: Tunnel auf der A7 eröffnet

19. Dezember 2004, 18:58
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Wesentliche Lärmentlastung - Täglich 90.000 Fahrzeuge rollen nun unter der Erde

Linz - Nach nur einjähriger Bauzeit fand am Sonntag auf der Mühlkreisautobahn (A7) in Linz die Eröffnung der Tunnelröhre im Bereich des Bindermichls statt. Mehr als 90.000 Fahrzeuge pro Tag rollen nun unter der Erde.

Es werde dadurch zu einer wesentlichen Lärmentlastung für die Anrainer kommen, sagte dazu Vizekanzler Hubert Gorbach (F) in einer Aussendung der Asfinag. Der Tunnel bringe außerdem nicht nur eine Verbesserung der Umweltsituation für die etwa 3.000 Anrainer, sondern sei auch ein wesentlicher Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit, so die Aussendung. Die Betriebs- und Sicherheitseinrichtungen in der Tunnelröhre würden dem neuesten Stand der Technik entsprechen, die Überwachung erfolge zentral und rund um die Uhr von der Autobahnmeisterei Wels aus.

Lückenlos videoüberwacht

Dabei stehe neben einer elektronischen Notfall- und Störungsmeldeanlage auch eine lückenlose Videoüberwachung der gesamten Tunnelstrecken und Portalbereiche zur Verfügung, so der Geschäftsführer der Österreichischen Autobahnen- und Schnellstraßen AG (ÖSAG), Alois Schedl, in der Aussendung. Dadurch sei gewährleistet, dass im Notfall rasch die Alarmierung der Einsatzkräfte erfolgen könne und die notwendigen Erstmaßnahmen ergriffen werden können.

Die Gesamtfertigstellung der Großbaustelle Bindermichl sei für Ende 2005 geplant, erklärte Oberösterreichs Landeshauptmann Josef Pühringer (V). "Alle Baumaßnahmen laufen hervorragend", sagte Pühringer. Dies sei zum einen auf das vorbildliche Baumanagement zurückzuführen, zum anderen würden auch die Autofahrer absolute Disziplin beweisen. "Wir verzeichnen seit Beginn der Baustelle um etwa 25 Prozent weniger Verkehrsunfälle", freute sich der Landeshauptmann. Auch der Linzer Bürgermeister Franz Dobusch (S) bestätigte in der Aussendung die große Akzeptanz der Baustellenführungen seitens der Bevölkerung, und das, obwohl im Zuge des Projekts insgesamt 22 verschiedene Verkehrsführungsphasen notwendig seien. (APA)

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