"Scherz"-SMS von Lauda Air-Passagier verursachte Alarm

21. Dezember 2004, 10:08
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Italiener berichtete bei Zwischenlandung von Entführung - Ehefrau alarmierte Behörden - nach Landung in Wien "uneinsichtig"

Wien/Sydney/Kuala Lumpur - Für einen Alarm über Kontinente hinweg sorgte vergangenes Wochenende ein italienischer Passagier der Lauda Air. Der Mann - verheiratet mit einer Angestellten des italienischen Außenministeriums - setzte während der Zwischenlandung der Maschine in Kuala Lumpur auf dem Kurs von Sydney nach Wien ein "Scherz"-SMS an seine Frau ab. Das Flugzeug sei von islamistischen Terroristen entführt worden, hieß es darin. Die Empfängerin schlug daraufhin Alarm. Zum Glück konnte die Affäre schnell geklärt werden, erklärten an diesem Sonntag Sprecher der AUA sowie des Innenministeriums in Wien.

Ehefrau schlug Alarm

Nachdem die Ehefrau des Geschäftsmannes, eine Beschäftigte des italienischen Außenministeriums Alarm geschlagen hat, wurde das österreichische Außenamt in Wien verständigen. Dieses wiederum alarmierte das österreichische Innenministerium. Über den Kontakt zu den Austrian Airlines wurde schließlich die Besatzung des Flugzeuges angefunkt. Auch die australischen Behörden wurden laut Agenturmeldungen eingeschaltet.

Der Passagier, erklärte der Crew bei einer Befragung, dass er bloß einen Scherz machen wollte. Davoras: "Der Pilot hat gemeldet, dass alles in Ordnung sei. Daraufhin flog die Maschine weiter nach Wien."

Anzeige auf freiem Fuß

Bei der Ankunft in Wien wurde der Passagier bereits von Beamten der Exekutive erwartet und verhört und eine eine Anzeige wegen des Verdachts der Vortäuschung einer strafbaren Handlung erstattet. Ein Grund für eine Festnahme lag nicht vor. Der Mann erwies sich bei der Einvernahme allerdings eher uneinsichtig. Er erklärte, dass er die Aufregung nicht versteh. Er mache so etwas öfter." Nach der Befragung setzte der Italiener seine Reise fort. (APA)

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