Saddam Hussein ficht Anklage in den USA an

20. Dezember 2004, 14:50
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"Das irakische Sondertribunal als Siegerjustiz" - Saddams Anwalt erhofft sich faireren Prozess in den USA

London - Der frühere irakische Machthaber Saddam Hussein will nach Informationen der britischen Zeitung "Sunday Times" den gegen ihn geplanten Kriegsverbrecherprozess in den USA anfechten. Der britische Anwalt Clive Stafford Smith empfehle in einem 50 Seiten umfassenden Dossier, das Verfahren gegen Saddam Hussein vor US-Gerichten abzuhalten, um einen fairen Prozess zu garantieren. Der Anwalt wolle dafür sorgen, dass der Ex-Staatschef grundlegende Rechte zugestanden bekommt wie sie auch Angeklagte in den USA genießen, etwa den uneingeschränkten Zugang zu seinen Verteidigern.

Anwalt fürchtet um fairen Prozess

Die Darstellung des Anwalts trage den Titel: "Das irakische Sondertribunal als Siegerjustiz", berichtete die Zeitung weiter. Ein zentrales Argument besage, dass US-Recht Vorrang haben müsse, da das Verfahren auf Geheiß der US-Regierung stattfinde. Weiter heiße es in der Darstellung des Anwalts, Saddam Hussein werde womöglich ein faires Verfahren verwehrt, da führende Vertreter der irakischen und der US-Regierung öffentlich dazu aufgefordert hätten, ihn schuldig zu sprechen und zu töten. (APA)

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    Der Anwalt von Saddam Hussein befürchtet, dass der EX-Diktator im Irak keinen fairen Prozess erhält.

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