Kombi: Gottwald Sieger in Seefeld

24. Dezember 2004, 15:35
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Einladungsrennen vor Ackermann gewonnen - Team-Weltmeister Denifl brach sich Bein und fällt wohl für Rest der Saison aus

Seefeld - Felix Gottwald hat am Samstag seinen ersten Saisonsieg gefeiert, wenn auch nur bei einem vom ÖSV veranstalteten Einladungsrennen. Der Salzburger lief in Seefeld vom siebenten Rang nach dem Springen zum Erfolg und ließ damit erstmals in dieser Saison den deutschen Weltcup-Leader Ronny Ackermann hinter sich. Der große Wermutstropfen dieser Veranstaltung aus ÖSV-Sicht: Wilhelm Denifl, Mitglied des Weltmeisterteams in Val di Fiemme, erlitt im Auslauf wegen einer nicht aufgesprungenen Bindung einen offenen Bruch des linken Beins und wird voraussichtlich den Rest der Saison ausfallen.

"Es hat ihm beim Telemark die Ski verschnitten, dann ist die Bindung nicht aufgegangen", berichtete Mitveranstalter und ÖSV-Pressemann Erich Wagner. Es bestand Verdacht auf einen offenen Schien- und Wadenbeinbruch. "Es tut uns besonders Leid für ihn, weil er sich jetzt schon zum dritten Mal zu Saisonbeginn verletzt hat."

Natürlich ist dies auch ein Schlag für das Kombinierer-Team, das im Februar in Oberstdorf den Mannschafts-Weltmeister-Titel verteidigen möchte. Allerdings verfügt Cheftrainer Günther Chromecek mit Mario Stecher und David Kreiner über zwei weitere starke Leute neben dem Rest des Weltmeisterteams (Gottwald, Michael Gruber und Christoph Bieler).

Für Felix Gottwald gab es abgesehen davon Grund zur Freude. Denn auch ein Sieg bei einem Einladungsrennen bringt Selbstvertrauen. "Das Siegen musst du einfach spüren. Und wenn du es spürst, dann wirst du süchtig danach", meinte Gottwald, der für den Erfolg immerhin 5.000 Euro Weihnachtsgeld einstreifen durfte. Der Deutsche Ackermann war als Neunter in die Loipe gegangen. Er überholte den nach dem Springen führenden Franzosen Ludovic Roux, zu diesem Zeitpunkt schon hinter Gottwald zurückgefallen, 500 Meter vor dem Ziel und sicherte sich 2.750 Euro.

Der Einladungswettkampf war zu Stande gekommen, weil die FIS für das ausgefallene Rennen in Val di Fiemme keinen Ersatz gefunden hatte. Dem Ruf des ÖSV nach Seefeld waren immerhin 31 Starter aus sechs Nationen gefolgt, womit die 24 Tage lange Wettkampfpause bis 30. Dezember in Oberhof zumindest inoffiziell unterbrochen wurde. (APA)

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