Prokop: Will in Asylpolitik alle Betroffenen neu einbinden

20. Dezember 2004, 20:11
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Gute Kontakte zu den NGOs nutzen, um vernünftige und menschliche Lösungen zu finden - Wird Reibungsbereiche mit FPÖ geben

Wien - Die neue Innenministerin Liese Prokop (V) will in der Asylpolitik alle Betroffenen stark einbinden - konkret nannte sie am Samstag im "Mittagsjournal" des ORF Radios NGOs, also nichtstaatliche Organisationen, und die Länder. Sie habe bisher gute Kontakte zu den NGOs gehabt und sie werde diese auch weiter nutzen, um vernünftige, vor allem aber auch menschliche Lösungen zu finden. wichtig sei, dass die Menschen, die Hilfe bräuchten, diese bekommen. Gleichzeitig müssten Missbrauch und Verbrechen geahndet werden.

Wird Reibungsbereiche mit FPÖ geben

Befragt zu ihrem Verhältnis zur FPÖ meinte Prokop, hier sei sie sich mit Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll (V), der immer wieder Kritik an der freiheitlichen Partei übt, "relativ einig". Sie schätze aber die Arbeit einiger FPÖ-Politiker und kenne einige auch menschlich gut und sie sei davon überzeugt, dass menschlich die Zusammenarbeit gut funktionieren werde. Es werde aber auch Bereiche geben, "wo wir uns reiben werden". Als Beispiel nannte Prokop den Bereich des Sozialen. Sie komme aus dem liberalen Sozialbereich, das liege ihr so tief am Herzen, "darum kämpfe ich dann".

Bei bleibender Gesundheit, denkt sie nicht ans Aufhören

Ob sie angesichts ihres Alters von 63 Jahren auch einem möglichen nächsten Kabinett Schüssel angehören könnte? Wenn ihr der Herrgott Gesundheit schenke, denke sie nicht daran, aufzuhören, so Prokop. Und so sei es auch im Gespräch gewesen, dass sie auch in einer weiteren Legislaturperiode als Ministerin wirken könnte. Das sei aber dann die Entscheidung der Wähler.(APA)

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    Liese Prokop will ihre Kontakte zu NGOs nutzen.

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