Für Diakonie und Caritas "positives Signal"

20. Dezember 2004, 20:11
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Gute gemeinsame Gesprächsbasis - Caritas-Präsident: "Kompetent und durchsetzungsfähig" muss sie nun offene Baustellen Strassers bewältigen

Wien - Als ein "positives Signal" wertete Michael Chalupka von der Diakonie Freitag Abend die Nominierung Liese Prokops für das Amt der Innenministerin durch den ÖVP-Bundesparteivorstand. Prokop komme aus dem Sozialbereich und habe dort "auch erwiesen, dass sie Probleme lösen kann, sie auch sachlich ist und eine gute Gesprächsbasis vor allem auch zu den NGOs hat", so Chalupka.

Prokop sitze im Präsidium des Österreichischen Komitees für soziale Arbeit, in dem auch die großen NGOs vertreten seien. In diesem Gremium gebe es eine fundierte langjährige gute gemeinsame Gesprächsbasis, hob Chalupka hervor. Auch dass Prokop eine Frau sei, sei gerade bei so sensiblen Materien wie dem Asyl- und Fremdenwesen "zumindest kein Nachteil, sondern ganz gut".

Caritas-Direktor Landau: Positives Signal

Auch der Wiener Caritas-Direktor Michael Landau sprach in einer Aussendung von einem "positiven Signal". Prokop habe in ihren bisherigen Aufgaben bewiesen, "sie ist eine Frau und Politikerin mit großer Aufmerksamkeit und Sensibilität für die Lebenssituation der Menschen, besonders der Menschen in Not". Und: "Wir haben sie als durchsetzungsfähige und faire Gesprächspartnerin kennen und schätzen gelernt", so Landau, der als Caritas-Direktor der Erzdiözese Wien auch die Caritas-Arbeit im östlichen Niederösterreich verantwortet.

Caritas-Präsident Küberl: Offene Baustellen Strassers bewältigen

Als "kompetente und durchsetzungsfähige Politikerin" hat Caritas-Präsident Franz Küberl am Samstag die designierte Innenministerin Liese Prokop bezeichnet. Im Gespräch mit "Kathpress" sagte Küberl am Samstag wörtlich: "Prokop hat sich, auch in der Zusammenarbeit mit der Caritas, als kompetente, unaufgeregte und durchsetzungsfähige Politikerin mit klaren Wertvorstellungen erwiesen."

Diese Fähigkeiten seien auch nötig, um die großen "Baustellen", die ihr Vorgänger Ernst Strasser hinterlassen habe, bewältigen zu können, so Küberl. So brauche es zum einen endlich rasche, qualitätsvolle und rechtlich einwandfreie Asylverfahren. Das wäre ein wichtiger Schritt, um die derzeitige Asyldiskussion zu entlasten. Andererseits müsse die bevorstehende Zivildienstreform im Sinne des sozialen Zusammenhalts gestaltet werden, forderte der Caritas-Präsident. (APA)

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