Israelische Armee beendet Militäraktion in Khan Junis

20. Dezember 2004, 10:19
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Israel feuert Rakete auf Ziel im Gazastreifen - Zwei Verletzte bei palästinensischem Raketenangriff auf Südisrael

Gaza - Nach einer zweitägigen Militäraktion in Khan Junis hat sich die israelische Armee am Samstag aus dem Flüchtlingslager im südlichen Gazastreifen zurückgezogen. Es war die größte Militäraktion der Israelis seit dem Tod des palästinensischen Präsidenten Yasser Arafat am 11. November. Seit Beginn des Vorstoßes am Freitag kamen elf Palästinenser ums Leben, 43 wurden verletzt.

Bewohner erklärten, zehn israelische Panzer seien aus der Region abgezogen worden. Aus palästinensischen Sicherheitskreisen verlautete, es sei unklar, ob alle Soldaten das Lager verlassen hätten. Aus dem Lager waren über eine Woche hinweg Granaten und Raketen auf israelische Siedlungen abgefeuert worden. Dabei starb ein thailändischer Gastarbeiter, 17 Menschen wurden verletzt, darunter am Donnerstag elf israelische Soldaten.

Israel feuert Rakete auf Ziel im Gazastreifen

Die israelischen Streitkräfte haben am Sonntag ein Ziel im nördlichen Gazastreifen aus der Luft angegriffen. Nach palästinensischen Angaben kamen beim Einschlag der Rakete keine Menschen zu Schaden. Eine Stellungnahme der Armee lag zunächst nicht vor. Nur wenige Stunden zuvor hatten palästinensischen Extremisten aus der Gegend eine Rakete in den Süden Israels abgefeuert. Dabei wurden zwei Menschen leicht verletzt.

Zwei Verletzte bei palästinensischem Raketenangriff

Beim Einschlag einer palästinensischen Kassam-Rakete in Sderot in Südisrael sind am Sonntagmorgen zwei Menschen verletzt worden. Die Opfer hätten leichte Verletzungen erlitten, berichteten Rettungskräfte. Sechs Menschen hätten wegen Schockzuständen behandelt werden müssen.

Die Kassam-Raketen werden von den Ezzedin-al-Kassam-Brigaden, dem militärischen Arm der radikalislamischen Hamas-Organisation, hergestellt. Bisher kamen vier Israelis, drei von ihnen Kinder, bei Angriffen mit diesen Raketen ums Leben. Im September marschierte die israelische Armee zeitweilig in den nördlichen Gazastreifen ein, um weitere Angriffe zu unterbinden. Während dieser Offensive starben 129 Palästinenser, darunter etwa 30 Kinder. (APA/AP/Red)

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