Schweden friert Entwicklungszahlungen an Ruanda ein

21. Dezember 2004, 10:03
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4,45 Millionen Euro aus Protest gegen Rolle Ruandas im Ost-Kongo-Konflikt zurückgehalten

Stockholm - Schweden hält die Auszahlung von Entwicklungshilfe-Geldern an Ruanda aus Protest gegen die Rolle des Landes im bewaffneten Konflikt in der großen Seenregion in Ostafrika vorläufig zurück. Das teilte das schwedische Außenministerium am Freitag in einer Presseaussendung mit.

Erst am 25. November hatte die Regierung in Stockholm Unterstützungszahlungen an das ostafrikanische Land in der Höhe von 40 Millionen Kronen (4,45 Mio. Euro) beschlossen. Der Beschluss, die Gelder vorerst zurückzuhalten, fiel im Zusammenwirken mit der staatlichen Entwicklungshilfe-Organisation SIDA, hieß es in der Aussendung.

Im Osten der Demokratischen Republik Kongo waren in der vergangenen Woche erneut Kämpfe ausgebrochen. An dem Konflikt sind auch ruandische Soldaten verwickelt, die vom Kongo beschuldigt werden, sich der rohstroffreichen Provinz Kivu bemächtigen zu wollen. Ruanda behauptet, der Kongo gewähre Hutu-Milizen Unterschlupf, die der Beteiligung am Völkermord in Ruanda im Jahr 1994 verdächtigt werden. (APA)

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