DFB ließ Betrugs-Verdacht gegen Oberhausen fallen

21. Dezember 2004, 14:18
posten

Vorwürfe erwiesen sich als nicht haltbar

München - Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat offiziell bestätigt, dass im Fall der vermeintlichen Wettaffäre in der 2. deutschen Bundesliga nicht weiter ermittelt wird. Nach Aussagen des DFB-Kontrollausschuss-Chefs Horst Hilpert vom Freitag besteht kein hinreichender Tatverdacht, dass die Partie FC Erzgebirge Aue gegen Rot-Weiß Oberhausen manipuliert worden ist. Oberhausen, dem Klub des Österreichers Gerd Wimmer, war unterstellt worden, das Spiel gegen Aue am vergangenen Sonntag absichtlich verloren zu haben.

Vor der Partie zwischen Aue und Oberhausen (2:0/Wimmer spielte durch) waren bei internationalen Wettbüros ungewöhnlich hohe Geldbeträge auf eine RWO-Niederlage gesetzt worden. Deutsche und österreichische Buchmacher hatten die Begegnung daraufhin rund zwei Stunden vor dem Anpfiff aus dem Programm genommen. Nach Angaben des Buchmachers "Intertops" wurden Summen gesetzt, die drei bis vier Mal höher waren als üblich.

Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) hatte daraufhin den DFB-Kontrollausschuss eingeschaltet. Nach Sichtung der Beweismittel, unter anderem Befragung des Schiedsrichters, TV-Bilder und eidesstattliche Versicherungen der Spieler, sieht der Kontrollausschuss keinen Tatverdacht. Oberhausen will aber weiterhin an der gegen unbekannt erstatteten Anzeige wegen Rufmords festhalten. (APA/dpa)

Zum Thema

Ist im Fußball wirklich alles möglich?
Der zweiten deutschen Liga droht ein unange­nehmer Wettskandal - Eigentor und Elfmeter wurden womöglich nicht dem Zufall überlassen

Links

Erzgebirge Aue

RW Oberhausen

Share if you care.