Verurteilte IRA-Mitglieder geflüchtet

19. Dezember 2004, 12:37
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Iren sollen FARC-Rebellen im Bombenbau unterrichtet haben, beteuern aber ihre Unschuld

Bogota - Die drei mutmaßlichen Mitglieder der irischen Untergrundorganisation IRA, die in Kolumbien in Abwesenheit wegen des Vorwurfs der Unterstützung linker Rebellen zu je 17,5 Jahren Haft verurteilt wurden, haben sich ins Ausland abgesetzt.

"Wir wissen, das sie das Land verlassen haben," teilte Generalstaatsanwalt Luis Camilo Osorio mit, "wo sie sich derzeit aufhalten, st uns leider nicht bekannt, aber die Fahndung läuft."

Freispruch in erster Instanz

Die drei Iren waren im August 2001 festgenommen worden und nach einem Freispruch in erster Instanz im vergangenen April Mitte Juni auf freien Fuß gesetzt worden.

Das Gericht befand sie für schuldig, Rebellen der marxistischen "Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens" (FARC) im Bombenbau unterrichtet zu haben. Martin McCauley, James Monaghan und Niall Connolly hatten jedoch beteuert, sie hätten sich nur über den Stand der damals laufenden Friedensgespräche unterrichten wollen. (APA/dpa)

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    Niall Connolly, James Monaghan und Martin McCauley haben sich aus Kolumbien abgesetzt.

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