Hirn vom Fußball-Abseits überfordert

18. Dezember 2004, 19:30
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Komplizierte Situation mit mehreren sich bewegenden Objekten richtig einzuschätzen ist in der Eile schwierig

London - Wenn der Schiedsrichter nach Meinung der Fußball-Fans wieder einmal zu Unrecht Abseits pfeift, sollten sie nicht zu hart mit ihm ins Gericht gehen: Er kann es gar nicht besser wissen - sagt eine wissenschaftliche Studie. Dem menschlichen Hirn ist es demnach unmöglich, die komplizierte Situation mit mehreren sich bewegenden Objekten in der gebotenen Eile richtig einzuschätzen, erklärte der spanische Arzt Francisco Belda Maruenda in einem am Freitag veröffentlichten Beitrag für das "British Medical Journal".

"Um die Abseitsregel richtig anzuwenden, muss der Schiedsrichter fähig sein, mindestens fünf Objekte zur selben Zeit in seinem Blickfeld zu verfolgen: Zwei Spieler der angreifenden Mannschaft, die hintersten beiden Spieler der verteidigenden Mannschaft und den Ball." Es lasse sich wissenschaftlich nachweisen, dass das Auge und das Gehirn damit überfordert seien. Nur das Betrachten von Mitschnitten könne verlässlich Aufschluss darüber geben, ob ein Tor gegeben werde könne oder nicht. (APA/dpa/Reuters)

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    Tor aus dem Abseits? Oder doch nicht? Die Situationen sind meist schwer einschätzbar ...

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