"Etwas perverse Situation"

17. Dezember 2004, 11:03
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Inspektorin wundert Pisa-Verwunderung

Das größte Problem in den von ihr betreuten Bezirken Wien 8 und 17 ist für Schulinspektorin Gertrude Kertelics die fehlende Nachbesetzung von Lehrstellen. "Und dann wundert man sich, dass die Erfolge nicht eintreten", wundert sich ihrerseits Kertelics über diese "etwas perverse Situation."

Nicht erst seit Pisa 2 ist Schulautonomie für sie "etwas Positives". Allerdings nur, "wenn die Durchlässigkeit für Schüler nicht eingeschränkt wird". Wenn sich jede Schule fortan in eine eigene Richtung bewege und den Schülern der Wechsel dadurch verunmöglicht würde, "dann habe ich etwas dagegen", sagt Kertelics.

Auch die Gesamtschule sei bei innerer Differenzierung etwas "Hervorragendes und Wertvolles". Kertelics bedauert die negative Besetzung des Begriffs eben- so wie den insgesamt niedrigen Stellenwert von Bildung in Österreich.

(kmo/DER STANDARD-Printausgabe, 17.12.04)

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