Bush will US-Sozialsystem umbauen

17. Dezember 2004, 22:45
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Minus von 3,7 Billionen Dollar in den kommenden 75 Jahren

Washington - US-Präsident George W. Bush hat am Donnerstag drastische Veränderungen im Sozialsystem angekündigt. Angesichts eines zu erwartenden Minus von 3,7 Billionen Dollar in den kommenden 75 Jahren müsse dieses Problem jetzt angepackt werden. Bush kündigte auch die Vorlage eines "harten Haushalts" an, um die Ausgaben des Bundes einzugrenzen. Der Kongress stehe hierbei vor einigen schwierigen Entscheidungen.

Sozialsystem hat Vorrang

Priorität habe für ihn aber das Sozialsystem, sagte Bush. Er will jüngeren Arbeitern die Möglichkeit geben, einen Teil ihres Beitrags zur Sozialversicherung in persönliche Investmentfonds zu investieren. Ein Vorhaben, das von der Finanzwirtschaft begrüßt wird. Zweifel äußerte hingegen der Chef der Gewerkschaft AFL-CIO, John Sweeney, der erklärte, das Investmentsystem sei "für Amerika sehr risikoreich, aber eine sichere Sache für die Finanzdienstleister."

Nach den bisherigen Berechnungen, muss die Sozialversicherung 2018 mehr auszahlen als sie einnimmt, 2042 kann sie nur noch 73 Prozent der zugesagten Auszahlungen abdecken. Das Weiße Haus räumte ein, dass die Möglichkeit von persönlichen Sparplänen für Jüngere nichts am errechneten Defizit ändert. (APA/AP)

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    US-Präsident Bush hat mit dem Umbau des Sozialsystems einen großen Brocken vor sich.

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