Parlament erhält neuen Zentraleingang

23. Dezember 2004, 16:09
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Ab Oktober 2005 werden Besucher das Hohe Haus von vorne, direkt hinter der Pallas Athene, betreten können

Das Parlament erhält einen neuen Zentraleingang. Ab Oktober 2005 werden Besucher das Hohe Haus von vorne, direkt hinter der Pallas Athene, betreten können. Eine entsprechende Genehmigung des Bundesdenkmalamtes liegt seit Mittwoch vor. In der Rampe werden fünf Glastüren in die historischen Gurtbögen eingefügt, laut Denkmalamt müsse die Neugestaltung aber so erfolgen, dass auch ein Rückbau möglich sei. Und noch etwas hatte Nationalratspräsident Andreas Khol am Donnerstag bekannt zu geben: Der Umbau des Parlaments wird nicht, wie veranschlagt, 13 Millionen, sondern 21 Millionen Euro kosten.

Im Inneren der Rampe: Ein modernes Besucherzentrum

Im Inneren der Rampe sollen ein modernes Besucherzentrum, ein Vortragsraum, eine Cafeteria, zusätzliche Archive und Bibliotheksspeicher sowie ein Medienzentrum untergebracht werden. Insgesamt entstehen durch die Neugestaltung der Rampe fast 7000 Quadratmeter neue Fläche. Eine neue Sicherheitsschleuse soll höchste Sicherheit bei minimalem Zeitaufwand garantieren.

Palais Epstein im Oktober 2005 fertig

Im Oktober 2005 soll auch das mit dem Parlament verbundene Palais Epstein fertig werden. Das Palais wird neben Räumlichkeiten für die Fraktionen und Sitzungszimmern auch ein Veranstaltungszentrum beherbergen. Außerdem wird eine Dauerausstellung die Geschichte des Hauses und der Familie Epstein dokumentieren. Damit werde auch auf den Beitrag des jüdischen Bürgertums zur Kultur Wiens aufmerksam gemacht, betonte Khol. In die Planung eingebunden sei auch der Leiter des Jewish Welcome Service (JWS), Leon Zelman. Damit werde der Konflikt um das von Zelman im Palais geforderte Haus der Geschichte "zu einem friedlichen Ende" gebracht. (red, DER STANDARD Printausgabe 17.12.2004)

  • In der Rampe werden fünf Glastüren in die historischen Gurtbögen eingefügt, erklärte Nationalratspräsident Andreas Khol
    foto: standard/ matthias cremer

    In der Rampe werden fünf Glastüren in die historischen Gurtbögen eingefügt, erklärte Nationalratspräsident Andreas Khol

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