Bewaffnetes Christkind: Kinderfreunde kritisieren Waffenlobby-Werbung

19. Dezember 2004, 13:55
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Dargestellt wird ein bewaffnetee Engel, der fröhlich lächelnd in jeder Hand eine Pistole hält

Wien - Als "zutiefst widerwärtig" kritisieren die Kinderfreunde eine Weihnachtskartenaktion der "Interessengemeinschaft liberales Waffenrecht in Österreich" (IWÖ). Dargestellt wird ein bewaffnetes Christkind, das fröhlich lächelnd in jeder Hand eine Pistole hält. "Die Waffenlobby missbraucht das Weihnachtsfest und verunsichert Kinder", zeigen sich die Kinderfreunde empört.

"Wir sehen eine große Gefahr, dass Kinder von diesen Bildern stark verunsichert werden und Angst bekommen. Wenn Kinder mit dieser Geschmacklosigkeit in Berührung kommen, sollten die Eltern jedenfalls ausführlich mit ihnen reden", weist Josef Ackerl, Bundesvorsitzender der Kinderfreunde, auf mögliche Gefahren für Kinder hin.

Waffen als Geschenke

Das Weihnachtsfest als "Waffengeschenkefest" zu missbrauchen und durch Slogans wie "Es ist wichtig, in einer feindlichen Welt anständig bewaffnet zu sein" Kinderängste zu schüren, "ist für uns Kinderfreunde nicht nur eine billige, sondern auch zutiefst widerwärtige Werbestrategie der Waffenlobbyisten in Österreich", sagte Ackerl.

Gegen Gewaltdarstellungen in Medien

Die Kinderfreunde engagieren sich seit vielen Jahren für einen besseren Schutz von Kindern vor Gewaltspielen oder vor Gewaltdarstellungen in Medien. Mit Großaktionen wie "Kein Mord am Bildschirm" wurde und wird für gewaltfreie Spiele geworben. Ebenso haben die Kinderfreunde mit Erfolg durchgesetzt, dass Werbetrailer mit gewaltvollem Inhalt am Nachmittag und Vorabend nicht gesendet werden. (APA)

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