Zivildiener müssen weiter auf Reform warten

22. Dezember 2004, 11:34
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Zivildienstkommission konnte sich nur auf Verkürzung und freiwillige Verlängerung einigen

Wien - Zumindest auf zwei grundsätzliche Punkte konnte sich die Zivildienstkommission am Donnerstag einigen: Es kommt eine Verkürzung plus freiwilliger Verlängerung. Unklar ist, wie viele Monate freiwillig dazugedient werden sollen - immerhin lagen zuletzt 28 verschiedene Vorschläge der Verhandlungsparteien auf dem Tisch.

Sechs plus drei gilt bei den Rettungsorganisationen als gangbarer Kompromiss, allerdings fordert die ÖVP mittlerweile wieder ein Neun-plus-drei-Modell, die FPÖ beharrt auf zehn Monaten.

Einig sind sich die Verhandler, dass die Bezahlung der Zivildiener vereinheitlicht werden soll. Strittig ist aber, wie viel die Zivis künftig bekommen sollen. Die Aussicht, noch vor der nächsten Sitzung am 17. Jänner zu einer Lösung zu kommen, die mit Zweidrittelmehrheit im Parlament beschlossen werden könnte, werden als eher gering angesehen. Als letztes Kompromissangebot hat die SPÖ ein Sechs-plus-sechs-Modell angeboten. (kob/DER STANDARD, Printausgabe, 17.12.2004)

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