"Heiliger Krieg" gegen Opium

18. Dezember 2004, 20:37
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Afghanische Polizei zerstörte 15 Tonnen Opium in Ostafghanistan - Innenministerium: Razzia ohne Verletzte

Kabul - Afghanische Spezialeinheiten haben in der ostafghanischen Provinz Nangarhar Drogenlabore gestürmt und mehr als 15 Tonnen Opium zerstört. Das Innenministerium in Kabul teilte am Donnerstag mit, bei den Razzien der Anti-Drogeneinheit der Polizei bereits am Montag sei niemand verletzt oder getötet worden. Innenminister Ali Ahmad Jalali sagte, die Operation sei ein Beleg dafür, dass sich die afghanische Regierung für die Vernichtung der Drogenwirtschaft in Afghanistan einsetze.

Der frisch vereidigte afghanische Präsident Hamid Karzai hatte in der vergangenen Woche zum "Heiligen Krieg" (Dschihad) gegen Drogen in Afghanistan aufgerufen und betont, der Mohnanbau sei die größte Bedrohung für die Stabilität des Landes. Afghanistan ist nach dem Sturz der Taliban vor drei Jahren wieder zum weltweit größten Produzenten von Rohopium geworden, dem Grundstoff für Heroin. Nach dem im November veröffentlichen Bericht des für Drogen und Kriminalität zuständigen UN-Büros (UNODC) hat der Schlafmohn-Anbau in Afghanistan in diesem Jahr um 64 Prozent zugenommen. (APA/dpa)

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