Genomforscher Lehrach erhält Beckurts-Preis

22. Dezember 2004, 12:40
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Die Auszeichnung ist mit 30.000 Euro dotiert

Wien/Berlin/München - Ein gebürtiger Wiener als Empfänger einer hochrangigen deutschen Wissenschaftsauszeichnung: Univ.-Prof. Dr. Hans Lehrach, Chemiker aus Wien und seit vielen Jahren an der Spitze der internationalen Genomforschung tätig, bekam vor Kurzem den deutschen Karl Heinz Beckurts-Preis 2004 für "herausragende Leistungen". Die Auszeichnung ist mit 30.000 Euro dotiert.

Lehrach ist derzeit Direktor am Max-Planck-Institut für molekulare Genetik in Berlin, wo er die Abteilung für "Analyse des Vertebratengenoms" (Wirbeltiere) leitet. Er war davor maßgeblich am HUGO-Proekt in der Entschlüsselung dem menschlichen Erbguts beteiligt. Davor gehörte Lehrach zu den Pionieren der High-Throughput-Genomik. So entwickelte der Wissenschafter 1987 den weltweit ersten Roboter der Welt, welcher für die Genomforschung rund um die Uhr im Genlabor arbeiten konnte.

Der Wissenschafter wurde 1946 in Wien geboren. Er ging dann an Max-Planck-Institute in Göttingen sowie an die Harvard University (Boston). 1987 bis 1994 leitete er die Abteilung für Genomanalyse am Imperial Cancer Research Fund (ICRF) in London. Seither ist er in Berlin tätig. In Österreich gibt es Bestrebungen, gerade auf dem Fachgebiet von Lehrach mehr Aktivitäten zu entfalten. So wurde die Gründung eines Instituts für medizinische Genomforschung und Systembiologie ins Auge gefasst. (APA)

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