Pilz beharrt auf weitere Suspendierungen

23. Dezember 2004, 13:39
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Andernfalls wolle er den Nationalen Sicherheitsrat einberufen

Wien - Die Opposition schießt sich in der Heeresaffäre weiter auf Verteidigungsminister Günther Platter (V) ein. SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos stößt sich vor allem an Platters Doppelfunktion auch als Innenminister. Die Aufklärung der Misshandlungsvorwürfe würde seinen ganzen Einsatz erfordern. Und Grünen-Sicherheitssprecher Peter Pilz beharrt auf weiteren Suspendierungen. Andernfalls wolle er den Nationalen Sicherheitsrat einberufen.

Verantwortliche in Vorarlberg

Pilz verwies vor allem auf den Vorwurf der Scheinexekutionen in Bludesch. Dies sei "bis jetzt mit Abstand der schlimmste Vorwurf in der ganzen Affäre". "Absurd" sei die Rechtfertigung des Vorarlberger Militärkommandanten Gottfried Schröckenfuchs, es habe sich nur um das Andeuten von Scheinerschießungen gehandelt. Pilz zur APA: "Er ist die Antwort auf die Frage schuldig, was nicht simulierte Scheinexekutionen sind." Aus Sicht von Pilz müssten die Verantwortlichen in Vorarlberg jedenfalls suspendiert werden, ebenso wie er auf Konsequenzen für den Leiter des Führungsstabs, Generalmajor Christian Segur-Cabanc, beharrt.

Wiener Personalvertreter verteidigt Segur-Cabanac

Verteidigt wird Segur-Cabanac unterdessen vom obersten Personalvertreters des Militärkommando Wien. Missstände gehörten sofort abgestellt und die notwendigen Konsequenzen gezogen, so Offiziersstellvertreter Hans-Peter Steger in einer Aussendung. Segur-Cabanac aber habe immer ein offenes Ohr für die Anliegen der Bediensteten gehabt, er habe nie das Augenmaß für seine soziale Einstellung verloren.(APA)

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