Vöcklabruck: Betrunkener Arzt verursachte Unfall nach Führerscheinabnahme

17. Dezember 2004, 09:41
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34-Jähriger setzte sich mit Zweitschlüssel wieder ans Steuer und raste Gendarmerie davon

Linz - Ein betrunkener Arzt hat in der Nacht auf Donnerstag im Bezirk Vöcklabruck in Oberösterreich einen Unfall verursacht. Kurze Zeit vorher war ihm der Führerschein abgenommen worden. Der 34-Jährige setzte sich einfach mit dem Zweitschlüssel wieder ans Steuer seines Autos.

Unfall

Mit hoher Geschwindigkeit raste er dann der Gendarmerie davon und rammte nicht nur eine Schneestange, sondern prallte auch gegen eine Leitschiene. Dem Mediziner, der unverletzt blieb, drohen nun zwei Anzeigen, berichtete ein Gendarmeriebeamter.

1,32 Promille

Gegen 21.40 Uhr hielt eine Streife den Mann wegen seiner auffälligen Fahrweise an, berichtete die Sicherheitsdirektion in einer Presseaussendung. Die Beamten nahmen ihn mit auf den Posten, ein dort durchgeführter Alkotest habe 1,32 Promille ergeben. Daraufhin wurde dem Mediziner der Führerschein abgenommen und auf seinen Wunsch ein Taxi für seine Heimfahrt bestellt. Doch anstatt nach Hause, ließ sich der 34-Jährige zu seinem Wagen chauffieren und fuhr weg.

Beamte waren bereits zu neuem Einsatz unterwegs

Die Streifenbesatzung war gerade zu einem anderen Einsatz unterwegs, als sie auf einmal das Auto des Arztes sahen. Sie wendeten ihren Wagen und folgten dem Alkolenker. Der fuhr daraufhin mit hoher Geschwindigkeit weiter. In einem Ortsgebiet versuchte er mit weit über 100 km/h sich der neuerlichen Kontrolle durch die Gendarmerie zu entziehen, berichtete die Sicherheitsdirektion.

Wegen seiner unkontrollierten Fahrweise verlor er jedoch die Gewalt über sein Auto. In einer stark abfallenden Linkskurve krachte er mit seinem Auto gegen eine Leitschiene. Der Wagen wurde schwer beschädigt, der Lenker blieb unverletzt.

Gegenüber den Beamten habe er sich mehrmals für seine "Dummheit" entschuldigt, ihm dürften "die Nerven durchgegangen" sein, er sei nur froh, dass niemand anderer zu Schaden gekommen sei, so die Sicherheitsdirektion.(APA)

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