Konzerthaus stellte Programm für 32. Festwochen-Musikfest vor

20. Dezember 2004, 19:55
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"Gipfeltreffen Berlin-Wien" - Boulez, Barenboim und Hampson sind Artists in Residence

Wien - Der Generalsekretär des Wiener Konzerthauses, Christoph Lieben-Seutter, präsentierte am Donnerstag das Programm des 32. Internationalen Musikfest der Wiener Konzerthausgesellschaft im Rahmen der Wiener Festwochen. Am 6. Mai 2005 ist Eröffnung des Musikfests mit den Berliner Philharmonikern unter Simon Rattle - und damit der erste Auftritt des Orchesters im Wiener Konzerthaus. Zwei Tage später folgt ein Gipfeltreffen: Berliner und Wiener Philharmoniker gemeinsam am Podium mit Gustav Mahlers 6. Symphonie.

Mit rund 70 Veranstaltungen, mehr aufgelegten Karten und mehr zeitgenössischer Musik als bisher und dem Motto "Wien / Berlin" als Ideengeber findet das Musikfest vom 6. Mai bis 19. Juni 2005 im Konzerthaus statt.

Artists in Residence

Drei Künstler werden als Artists in Residence das Festival bereichern. Pierre Boulez ist anlässlich seines 80. Geburtstag mit zwei Programmen als Dirigent der Wiener Philharmoniker zu Gast (31. Mai und 4., 5. Juni). Als Pianist darf Daniel Barenboim sein Können als Solist mit und ohne Orchester, sowie als Kammermusiker unter Beweis stellen (4., 5., 7. und 9. Juni), während sich Thomas Hampson ganz seinem Spezialgebiet Gustav Mahler widmen wird, am 3. Juni mit Klavierbegleitung, am 6. Juni mit Unterstützung der Wiener Virtuosen.

Weitere Höhepunkte des Programms werden die konzertante Aufführung von Massenets "Thais" mit dem Renée Fleming und Thomas Hampson (12. Juni), sowie das Verdi-Requiem unter Riccardo Chailly mit seinem Orchestra Sinfonia di Milano Giuseppe Verdi (23. Mai). "Schallplattenverdächtig" sei laut Lieben-Seutter die konzertante Aufführung von Paul Hindemith' Künstlerdrama "Mathis der Maler" mit dem Radio-Symphonieorchester Wien am 12. Mai.

Experimentelles

Experimentelle - improvisierte wie auch komponierte - Musik der Gegenwart aus Berlin und Wien spielen die Ensembles Neue Musik Berlin (mit Dirigenten Beat Furrer), die Wiener Band "radian" und die "zeitkratzer". Ein weiterer, freilich risikoarmer Schwerpunkt ist Klavier-Trios gewidmet. (APA)

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