Gebühr für Handy- Rufnummernmitnahme fixiert

21. Dezember 2004, 12:34
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Ummeldegebühr wird 19 Euro betragen - Telekom Control Kommission (TKK) legt Entgelt am kommenden Montag fest

Die Ummeldegebühr für Handykunden, die ihren Mobilfunkbetreiber wechseln und dabei die Rufnummer inklusive Vorwahl mitnehmen wollen, wird künftig bei allen Mobilfunkbetreibern 19 Euro betragen. Eine entsprechende Entscheidung wird die Telekom Control Kommission (TKK) am kommenden Montag, dem 20. Dezember, fällen, heißt es aus Branchenkreisen. Über die Höhe dieser Gebühr – in der Branche auch Fluchtsteuer genannt – hatten sich die Handybetreiber in den letzten Wochen heftig gestritten.

19 Euro für den Wechsel

Die künftige Gebühr von 19 Euro wird sich aus einer Abmeldegebühr von 15 Euro und einem Obolus von 4 Euro für die Basiskundendaten-Abfrage (so genannte NÜV-Info) zusammen setzen, die an den abgebenden Betreiber bezahlt wird. Eine zuletzt diskutierte Erhöhung der Kosten für die NÜV-Info dürfte man nun wieder fallen gelassen haben, hieß es aus der Branche.

Freiwilige Einigung möglich

Während die Ummeldegebühr für Endkunden nun vom Regulator festgelegt wird, könnte es in der Branche doch noch zu einer freiwilligen Einigung darüber kommen, welche Kosten bei der Rufnummernmitnahme unter den Betreibern verrechnet wird. Lag die diskutierte Bandbreite für diese Gebühr noch vor Wochen zwischen 0 und 100 Euro, könnte man sich nun auf eine Gebühr von bis zu 30 Euro einigen, die der aufnehmende an den abgebenden Betreiber zahlen muss, hieß es weiter.

Heftige Kritik

Mobilkom Austria, T-Mobile Austria und One hatten nach der Einführung der Rufnummernmitnahme Mitte Oktober 2004 von wechselnden Handykunden eine Ummeldegebühr in der Höhe von 39 Euro (inklusive NÜV-Info) verlangt. Dies war auf heftige Kritik von tele.ring und Hutchison ("3") gestoßen, zumal vor allem die kleineren Handynetzbetreiber durch die Rufnummernmitnahme auf ein Kundenplus, in erster Linie im Geschäftskundenbereich, hoffen.

Verletzung des Telekomgesetzes

Der Telekom-Regulator, der 35 Euro auch für zu hoch und etwa 12 Euro für angemessen hält, hatte daher ein Aufsichtsverfahren gegen Mobilkom, T-Mobile und One wegen Verdachts auf Verletzung des Telekomgesetzes (TKG) gestartet, das nun am kommenden Montag mit der Entscheidung über die Höhe der Ummeldegebühr ende wird.

Parallel dazu hatte Hutchison ("3") gegen T-Mobile Austria eine einstweilige Verfügung erwirkt, wonach der zweitgrößte Betreiber nur mehr 12 Euro Abmeldegebühr verlangen darf. Auch tele.ring hatte gegen die Mobilkom ein Verfahren beim Handelsgericht wegen überhöhter Abmeldegebühr angestrengt.

Die Zahl der Wechselkunden, die ihre Nummer mitnehmen, hält sich in Österreich allerdings bisher in Grenzen. Seit der Einführung der Nummernportabilität dürften laut Branchenschätzungen erst 7.000 Kunden ihre Nummer bei einem Wechsel mitgenommen haben. (APA)

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