Verurteilung der Brüder Haffa rechtskräftig

20. Dezember 2004, 13:40
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Bundesgerichtshof hat Urteil wegen fehlerhafter Ad-hoc-Meldungen bestätigt

Die Geldstrafen für die früheren EM.TV-Vorstände Thomas und Florian Haffa sind rechtskräftig. Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe hat am Donnerstag die Verurteilung wegen fehlerhafter Ad-hoc-Meldungen bestätigt. Thomas Haffa muss somit 1,2 Millionen, sein Bruder Florian 240.000 Euro Geldstrafe bezahlen.

Mit dem Urteil folgte der 1. Strafsenat des BGH dem Landgericht München, das die Brüder im April 2003 verurteilt hatte. Die von den Haffa-Brüdern eingelegte Revision wurde verworfen.

Im August 2000 hatten die früheren EM.TV-Vorstände in einer Ad-hoc-Meldung Halbjahreszahlen des Medienunternehmens bekannt gegeben. Dabei wurden Anteile der Formel-1-Gruppe SLEC hinzuaddiert. Nach den Bilanzvorschriften hätten die Umsätze aber erst ab dem Zeitpunkt des Kaufs, nämlich dem Mai 2000, hinzugerechnet werden dürfen und nicht für das gesamte Halbjahr. Fehlerhaft waren auch Umsatzzahlen über rund 30 Millionen Euro aus einem Lizenzvertrag, die erst im zweiten Halbjahr 2000 hätten aufgenommen werden dürfen. Denn der entsprechende Vertrag mit einem Joint Venture zwischen EM.TV und der Kirch Media AG war erst nach dem 30. Juni 2000 geschlossen worden. Nachdem das Medienunternehmen in einer späteren Ad-hoc-Meldung die Zahlen aus dem Formel-1-Bereich korrigierten, rutschte der Kurs von 55,80 Euro auf 39,90 Euro pro Aktie. (APA/AP)

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