Marion Jones fordert 25 Millionen Dollar Entschädigung

22. Dezember 2004, 13:52
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Leichtathletik: US-Sprinterin reichte gegen den Chef der Nahrungs-Ergänzungsmittel- Firma BALCO eine Verleumdungsklage ein

San Francisco/Kalifornien - Die dreifache Olympiasiegerin Marion Jones hat am Mittwoch beim Bezirksgericht in San Francisco gegen Victor Conte eine Verleumdungsklage eingereicht. Die US-Sprinterin fordert vom Chef des kalifornischen Labors BALCO eine Entschädigung von 25 Millionen Dollar (18,7 Mio. Euro). Die Aussagen von Conte seien "falsch und bösartig", heißt es in der von fünf Rechtsanwälten verfassten Verleumdungsklage. "Contes Rachefeldzug gegen Jones hat seinen Ursprung in dessen wiederholten und nicht erfolgreichen Versuch, eine professionelle Beziehung zu Jones aufzubauen."

Conte hatte am 3. Dezember in einem TV-Interview mit dem amerikanischen "ABC News Magazin" behauptet, dass die Sprinterin bereits vor den Olympischen Sommerspielen 2000 in Sydney gedopt habe. Er habe daneben gesessen, wie sich Jones selbst Dopingmittel injizierte. "Nachdem ich sie eingewiesen hatte, wie man es macht, hat sie sich die Injektionen gegeben, als ich rechts neben ihr gesessen habe." Nach seinen Angaben soll es sich um das Blutdopingmittel EPO, Wachstumshormone und das Designer-Steroid THG gehandelt haben.

Jones hat bisher jeden Vorwurf von sich gewiesen. Sie gab lediglich zu, ein Nahrungsergänzungsmittel von BALCO bezogen zu haben. Jones ist nie positiv auf Doping getestet worden. Die 29-Jährige hatte vor vier Jahren bei den Sydney-Spielen über 100 und 200 m sowie mit der 4 x 400 m Staffel olympisches Gold erkämpft. Im Weitsprung und mit der Sprintstaffel gewann sie die Bronzemedaille. Jones droht die Aberkennung der Medaillen. (APA/dpa)

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    BALCO-Boss Conte über Marion Jones: "Nachdem ich sie eingewiesen hatte, wie man es macht, hat sie sich die Injektionen gegeben, als ich rechts neben ihr gesessen habe."

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