A9-Plabutschtunnel geht in Vollbetrieb

19. Dezember 2004, 14:00
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Ab Freitag um 0.00 Uhr sind beide Röhren geöffnet - Staus, mit einer Tunnelröhre sollen der Vergangenheit angehören - mit Grafik

Graz - Ab Freitag, 0.00 Uhr, ist der Plabutschtunnel im Zuge der A9, der Pyhrn-Autobahn, im Vollbetrieb. Staus, wie sie während der 17 Jahre mit einer Tunnelröhre durch unfall- und wartungsbedingte Umleitungen durch das Stadtgebiet von Graz häufig auftraten, sollen damit der Vergangenheit angehören.

Vierspurig und zweiröhrig

Die neue Weströhre des rund zehn Kilometer langen Tunnels ist schon seit Ende Jänner fertig, nach der Generalüberholung der Oströhre ist nun der Plabutschtunnel vierspurig und zweiröhrig für den Verkehr offen. Die Eröffnungsfeier findet schon am Donnerstagvormittag statt, danach folgt noch eine Generalreinigung der beiden Röhren. Eine viertägige Totalsperre hatte vor der Freigabe im Ballungsraum Graz für erhebliche Probleme in der Verkehrsabwicklung gesorgt.

23.000 Fahrzeuge täglich

Täglich rollen rund 23.000 Fahrzeuge, davon 18 Prozent Schwerfahrzeuge, durch den Tunnel. Durch Unfälle oder Wartungsarbeiten musste der Verkehr in der Vergangenheit öfters durch das Grazer Stadtgebiet umgeleitet werden - zuletzt anlässlich der Umgestaltungsmaßnahmen vor der Verkehrsfreigabe in den vergangenen Tagen -, was zu ausgedehnten Staus führte.

An der Grenze der Kapazität

Verkehrsminister Hubert Gorbach (F) betonte bei der Eröffnung die Bedeutung für die Erhöhung der Verkehrssicherheit.

Durch den Vollausbau des Plabutschtunnels wird nicht nur der Verkehrssicherheit, sondern auch dem gestiegenen Verkehrsaufkommen Rechnung getragen, betonte Landeshauptfrau Waltraud Klasnic (V): "Der bislang einröhrig ausgebaute Plabutschtunnel war an die Grenze seiner Kapazität angelangt. Mit der Fertigstellung des Vollausbaus verfügt Graz nunmehr über eine leistungsfähige und sichere Tunnelanlage im Richtungsverkehr."

Gesamtkosten

Der neue zweiröhrige Plabutschtunnel entspreche nun dem modernsten Stand der Technik, unterstrich Asfinag-Vorstand Franz Lückler. 34 Mio. Euro, ein Viertel der Gesamtkosten der neuen Weströhre (142 Mio. Euro), wurde in die Sicherheitstechnik, Lüftung und Löschwasserversorgung investiert. Inklusive Sanierung und Aufrüstung der alten Oströhre wurden in den Vollausbau 158 Mio. Euro investiert.

Es gab aber auch Kritik anlässlich der Eröffnung: Der ÖAMTC kritisierte die Randsteinbeleuchtung, die als Fluchtweg-Orientierung nur in Fahrtrichtung zeigten. SP-Abg. Günther Kräuter nahm die verspätete Eröffnung des Plabutschtunnels und die mit der Eröffnungsvorbereitung verbundene Totalsperre in der Vorweihnachtszeit zum Anlass einer parlamentarischen Anfrage an den Verkehrsminister.(APA)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Querschnittszeichnung der beiden Tunnelröhren

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