Fundamentalisten bekannten sich zu Mord an Italiener

17. Dezember 2004, 22:58
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Fotograf von Rebellen in Ramadi erschossen - Video von Al Jazeera gesendet

Rom - Die Fundamentalistengruppe "Islamische Bewegung Mujaheddin des Iraks" hat sich am Donnerstag in einem Video zum Mord an dem im Irak vermissten Italiener Salvatore Santoro bekannt. Der 52-Jährige aus dem Raum Neapel, der laut lokalen Medien von Rebellen in Ramadi rund 100 Kilometer westlich von Bagdad erschossen worden ist, sei "ein Vertrauter der Amerikaner" gewesen und deswegen hingerichtet worden, hieß es im Video, das vom arabischen TV-Sender Al Jazeera gesendet wurde.

Im Video ist der Italiener zu sehen, wie er von zwei Rebellen mit Waffen in der Hand bedroht wird. Gezeigt wurde der Ausweis des Italieners, der seit 1961 in Großbritannien lebte. Die Rebellen zeigten in der Aufnahme auch, den italienischen Pass Santoros, eine Kreditkarte und eine einjährige Aufenthaltsgenehmigung im Libanon.

Unklar ist nach wie vor, warum Santoro in den Irak gereist war. Laut Santoros Bruder Ciro hatte der Italiener mehrere Jahre lang in Spanien gelebt. Santoro verfüge über ein umfangreiches Vorstrafenregister unter anderem wegen Betrugs, Diebstahls und Drogenkonsums, hatte das Außenministerium in Rom berichtet. Es sei bisher nicht einmal klar, ob Santoro tatsächlich für eine Hilfsorganisation tätig gewesen sei.

Santoros britische Lebensgefährtin berichtete, sie habe zuletzt am Sonntag mit dem Mann telefoniert. Seit Tagen war sein Handy ausgeschaltet. (APA)

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