Schwarzenbergs bauen im Park

18. November 2005, 15:32
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Das Luxushotel im Palais Schwarzenberg wird um einen zweigeschoßigen Glasbau erweitert

Das Hotel im Palais Schwarzenberg wird um einen Glasbau erweitert. Neue Lounges, Zimmer und Suiten werden entstehen. Architekt Wolfgang Tschapeller wird das Projekt für die Fürstlich Schwarzenberg'sche Stiftung umsetzen.

Wien - Die Familie Schwarzenberg will in der stark umkämpften Luxushotelklasse in Wien weiterhin reüssieren und gegen große internationale Hotelketten bestehen. Daher wird das Hotel im Palais Schwarzenberg umgebaut, weil "barocker Charme alleine" nicht mehr reiche, sagt Geschäftsführer Johannes Schwarzenberg. Geplant sind 33 neue Zimmer und 25 Suiten, die im bereits bestehenden Altbau des Hotels im Park hinter dem Schwarzenbergplatz entstehen. Damit wird die Kapazität verdoppelt.

Zweigeschoßiges Glashaus

Das eigentlich spektakuläre an der Hotelerweiterung ist aber das zweigeschoßige Glashaus, das an das Palais an der dem Belvedere zugewandten Seite des Gartens errichtet wird. Hier befinden sich derzeit alte Gewächshäuser.

Der Entwurf des gebürtigen Osttirolers Wolfgang Tschapeller, der den Architektenwettbewerb gegen international renommierte Konkurrenz für den Hotelumbau gewann, konzipierte des Glashaus als "einfache, ungegliederte Baumasse, die an gewählten Stellen mit besonderen Funktionseinheiten durchsetzt wird". Heißt also, dass dort ein Foyer, eine Abend- und eine Morgenlounge und Suiten untergebracht werden. Jenen Hotelgästen, die dort Zimmer beziehen, soll sich damit der Blick auf den Garten eröffnen.

Familienpalais

Bis auf eine kurzweilige Enteignung durch die Nazis "ist das Palais seit seiner Errichtung in Familienbesitz", erklärt Hotelchef Schwarzenberg. Das Innenleben des Familienpalais muss aber modernisiert werden, damit der alte Lack nicht abblättert. Die Renovierungsarbeiten beginnen im Jänner 2006. Ein Jahr später soll der Hotelbetrieb wieder eröffnet werden. Die Kosten werden erst kalkuliert.

Das Hotel im Schwarzenbergpark liegt in der Welterbezone, weshalb sich Wien bei der Unesco verpflichtet hat, besondere Rücksicht bei der Genehmigung neuer Projekte walten zu lassen. Was bei der Umsetzung von Wien-Mitte nicht so gelungen ist. Die Erweiterung des Barockpalais aus dem 18. Jahrhundert sei aber eine architektonisch anspruchsvolle Lösung, meint Planungsstadtrat Rudolf Schicker(SP). (aw, DER STANDARD Printausgabe 16.12.2004)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Eine Computeranimation zeigt den Umbau in der Anlage des Hotels im Palais Schwarzenberg

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