NGO's fordern "Zwei-Grad-Ziel"

2. Februar 2005, 20:15
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CO2-Reduktion, Verringerung des Einsatzes von Kohlenstoff in Energieträgern und Unterstützungen für die Dritte Welt unerlässlich

Buenos Aires - Das Ziel der Begrenzung der Erderwärmung auf maximal zwei Grad bis 2050 sowie absolute Reduktionsziele für Industriestaaten als Basis für weitergehende Klimaschutzmaßnahmen - das sind die beiden Kernpunkte der Forderungen des nichtstaatlichen Umweltorganisationen an die Ministerrunde bei der UNO-Klimakonferenz in Buenos Aires. Die entwickelten Länder müssten sich zu konkreten Maßnahmen verpflichten, die eine Erreichung des "Zwei-Grad-Zieles" ermöglichen, hieß es in einem NGO-Forderungspapier.

Die Industrienationen müssten mit den Entwicklungsländern gemeinsam an einer Rahmenvereinbarung für den Klimaschutz nach 2012 - da enden die "Kyoto-Maßnahmen" der ersten Phase - arbeiten. Als drei parallele Schienen seien dabei CO2-Reduktion, Verringerung des Einsatzes von Kohlenstoff in Energieträgern und die Unterstützungen für die Dritte Welt beim Klimaschutz als unerlässlich anzusehen.

Ausgeschlossen werden müsse allerdings, dass reiche Länder aus der Gruppe G-77 und China, die fossile Energieträger produzieren, Gelder aus den Klimafonds erhielten. Gemeint sind damit insbesondere die OPEC-Staaten, die sich Verluste durch die Reduktion des Öl- und Gaseinsatzes im Rahmen der Klimaschutzmaßnahmen allen Ernstes durch Kompensationszahlungen ausgleichen lassen wollen.(APA)

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