Immerhin: Ozonloch so klein wie seit über zehn Jahren nicht mehr

2. Februar 2005, 20:15
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... mit Ausnahme des Sonderfalls 2002, als es sich in zwei kleinere Löcher aufspaltete - 2004 war viert wärmstes Jahr seit 1861

Buenos Aires - Ausnahmsweise eine gute Öko-Nachricht: Das Ozonloch über der Antarktis ist 2004 weiter geschrumpft. Nach Angaben der Welt Meteorologie Organisation (WMO) hat es im September eine Größe von 19,6 Millionen Quadratkilometer erreicht. Das ist die geringste Ausdehnung seit mehr als einer Dekade, berichteten WMO-Experten am Mittwoch bei der UNO-Klimakonferenz in Buenos Aires.

Eine Ausnahme bildet 2002: Damals hat sich das Ozonloch in zwei kleinere Teile aufgesplittet. In diesem Jahr ist das "Loch" in der Ozonschicht der Erde - die unseren Planeten vor zu viel UV-Einstrahlungen schützt - auch früher als bisher üblich wieder verschwunden. Laut WMO-Daten hat sich es bereits Mitte November wieder geschlossen.

Temperatur-Statistik

Das fast abgelaufenen Jahr war das viert wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen 1861 und liegt direkt hinter dem Hitzejahr 2003. Das teilte die Weltwetterorganisation (WMO) am Mittwoch in Genf mit. Die durchschnittliche Land- Oberflächentemperatur lag 0,44 Grad über dem jährlichen Mittel zwischen 1961 bis 1990, das 14 Grad betrug. 2003 gab es ein Plus von 0,49 Grad.

Das wärmste Jahr bleibt danach 1998 mit einem Plus von 0,54 Grad. Damit waren neun der zehn Jahre 1995 bis 2004 unter den zehn wärmsten in der Aufzeichnungsgeschichte.

Weltweit gesehen lag die berechnete Land-Oberflächentemperatur in diesem Oktober auf Rekordhöhe. Im 20. Jahrhundert hat sich die Landoberfläche nach WMO-Angaben um mehr als 0,6 Grad erhöht. Seit 1976 ist dieser Erwärmungseffekt rund drei Mal schneller als für die vergangenen 100 Jahre insgesamt.

Mehr Tropenstürme

Die WMO hat auch festgestellt, dass es seit 1995 zu einer deutlichen Zunahme der jährlichen Tropenstürme über dem Atlantik gekommen ist. Im August gab es acht solcher Stürme, was ebenfalls einen Rekord darstellte. Dagegen war das so genannte Ozonloch über der Antarktis in diesem September um 13 Prozent kleiner als im Durchschnitt von 1973 bis 2003 und somit das kleinste innerhalb eines Jahrzehnts. (APA)

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