Siemens Österreich legt kräftig zu

22. Dezember 2004, 11:20
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Hochleitner: "Riesiges Potenzial in Südosteuropa"

Siemens Österreich hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2003/04 (30. September 2004) sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis kräftig zugelegt. "Für die Siemens Gruppe Österreich war das mit Abstand das beste Ergebnis, das wir je hatten", sagte Vorstandsvorsitzender Albert Hochleitner am Mittwoch, vor Journalisten in Wien. Siemens erwirtschaftete in Österreich und den im Verantwortungsbereich stehenden zentral- und osteuropäischen Staaten einen Umsatz von 3,99 Mrd. Euro. Das entspricht einem Plus von sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) stieg um 15,2 Prozent auf 330,5 Mio. Euro.

Mehr Umsatz

Die Siemens AG Österreich konnte laut Vorstandsmitglied Peter Schönhofer (Bild, rechts) mit einem Umsatzplus von 16,7 Prozent auf 2,35 Mrd. Euro aufwarten. Das EGT legte unter anderem durch die Einnahmen aus dem Verkauf des Standorts Erdberger Lände gegenüber dem Vorjahr um 33,1 Prozent auf 250,89 Mio. Euro zu. Mit Wachstumsraten auf dem Elektronikmarkt von durchschnittlich 9,9 Prozent im Jahr 2004 (Österreich: plus 5,1 Prozent) haben die von Österreich aus verantworteten zentral- und osteuropäischen Staaten, vor allem Rumänien und Bulgarien laut Hochleitner ein "riesiges Potenzial". Die teilweise geringen Marktanteile zwischen 3,7 Prozent (Rumänien) und 10,9 Prozent (Bosnien-Herzegowina) verhießen enorme Wachstumschancen.

Konkretes

Die IT-Dienstleistungssparte SBS, die im abgelaufenen Geschäftsjahr nur relativ wenig gewachsen ist und beim Umsatz nur um 2,4 Prozent auf 318 Mio. Euro zulegen konnte, will in den kommenden Jahren vor allem durch Übernahmen und Merger zulegen. Derzeit gibt es nach Angaben von Siemens vier konkrete Projekte in Serbien, Bulgarien, Slowakei und Rumänien. Bereits Anfang 2005 sollen laut Hochleitner drei IT-Gesellschaften an Land gezogen werden. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet Siemens Österreich mit einem Umsatzwachstum zwischen fünf und sieben Prozent. Das EGT soll laut Hochleitner in derselben Größenordnung zulegen. (pte)

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