Neue Kämpfe in Ost-Kongo

16. Dezember 2004, 18:34
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UNO-Soldaten im Grenzgebiet beschossen - Mehr als 30.000 Menschen auf der Flucht

Kinshasa/Nairobi - Im Osten der Demokratischen Republik Kongos sind neue Kämpfe zwischen der kongolesischen Armee und Dissidenten ausgebrochen. Mehr als 30.000 Menschen seien in der Region Kivu auf der Flucht, berichtete der UNO-Sender Radio Okapi am Mittwoch. In der Nacht zu Mittwoch wurde eine Gruppe von UNO-Soldaten, die den Grenzfluss von Ruanda nach Kongo überqueren wollten, von drei Booten aus beschossen. Die UNO-Soldaten hätten zurückgeschossen, die Identität der Angreifer habe nicht festgestellt werden können, teilte die UNO-Mission in Kongo (MONUC) mit.

In den vergangenen Tagen hatten Kongo und Ruanda ihre gegenseitigen Anschuldigungen verschärft. Kongo wirft Ruanda vor, seine Soldaten über die Grenze zu schicken, um die rohstoffreiche Region unter Kontrolle zu bringen. Ruanda kritisiert, dass im Osten Kongos noch Hutu-Milizen aktiv sind, die an dem Völkermord in Ruanda 1994 beteiligt waren. (APA/dpa)

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