Mehr Courage wünschen sich Grüne von Fredy Mayr

16. Dezember 2004, 11:29
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Vorsitzender der Zivildienstreformkommission solle hinsichtlich einer Einigung über Dauer nicht so pessimistisch sein

Zivildienst: Grüne für Kompromiss bei Einsatzdauer Haidlmayr: Fredy Mayr "soll sich vor seiner eigenen Courage nicht fürchten"

Wien - Die Grüne Abgeordnete Theresia Haidlmayr fordert von Fredy Mayr, dem Vorsitzenden der Zivildienstreformkommission, mehr Courage ein: Die Positionen bei der Einsatzdauer variierten derzeit zwischen zehn und sechs Monaten. Mayr, auch Präsident des Roten Kreuzes, könnte vor den Blaulichtorganisationen jedoch keinen Konsens vertreten, vermutete die Abgeordnete in einer Aussendung am Mittwoch. Deshalb schätze Mayr eine konsensuale Zivildienst-Verkürzung so pessimistisch ein. Haidlmayr warnte folglich vor einem Scheitern der Reform.

Pessimistischen Einschätzung

Das größte Problem mit einer Verkürzung der Einsatzdauer hätten die Blaulichtorganisationen. Das Rote Kreuz habe sich auf zehn Monate als Äußerstes festgelegt. "Das ist natürlich viel zu lang", merkte Haidlmayr, Präsidiumsmitglied in der Reformkommission an. "Der Vorsitzende der Zivildienstreformkommission soll sich nicht vor seiner eigenen Courage fürchten", meinte die Abgeordnete angesichts der pessimistischen Einschätzung Fredy Mayrs, dass es zu keiner Einigung hinsichtlich der Zivildienstdauer kommen werde.

Mayr könnte einen Kompromiss gegenüber den Rettungsdiensten nicht vertreten und der Regierung Varianten vorzulegen, sei ein Scheitern der Kommission. Die Positionen seien in den Fachausschüssen festgelegt worden, jetzt gehe es darum zu verhandeln und einen gemeinsamen Vorschlag auszuarbeiten. Übereinstimmung wurde bei der freiwilligen Verlängerung erzielt, verhandeln müsste man noch über die tatsächliche Verkürzung der Dauer, über eine Angleichung des Verpflegungsgeldes bei Zivil- und Präsenzdienst. Die Grüne Abgeordnete warnte in der Aussendung vor einem vorzeitigem Scheitern der Kommission. (APA)

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