AK verlangt Schutz für KonsumentInnen beim Umstieg auf Digital-TV

21. Dezember 2004, 10:20
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Frühzeitige Informationen und finanzielle Unterstützung für Haushalte nötig

Die AK fordert beim geplanten Umstieg auf Digital-TV via Antenne Schutz für die KonsumentInnen. Voraussichtlich zwischen 2007 und 2010 soll der Umstieg von analogem auf digitales Fernsehen erfolgen. Jeder, der nicht gänzlich auf Kabel oder Satellit umgestiegen ist, bräuchte dann teure Zusatzgeräte für den digitalen Empfang. "Das würde rund zwei Drittel der österreichischen Haushalte betreffen, da sie dann die ORF-Programme nicht mehr analog über ihre Antenne empfangen könnten", sagen die AK Konsumentenschützer. Nötig sind frühzeitig umfassende Informationen, um den Umstieg zu planen sowie eine finanzielle Förderung für den Kauf der Zusatzgeräte für die Haushalte.

Haken

Der digitale Umstieg wird derzeit in Österreich vorbereitet. Der Haken an der Sache: Der normale Empfang über die Haus- oder Zimmerantenne ist ohne Zusatzgeräte nicht mehr möglich. Nach der Abschaltung der analogen Frequenzen, die zwischen 2007 und 2010 gebietsweise erfolgen soll, muss jeder, der noch nicht gänzlich auf Kabel oder Satellit umgestiegen ist, Zusatzgeräte für den digitalen Empfang, also sogenannte Set-Top-Boxen, anschaffen. Diese kosten derzeit zwischen 70 und 200 Euro. Will man in einem Haushalt alle vorhandenen Fernseher und Videorecorder in vollem Umfang weiterbenutzen, sind mehrere dieser Set-Top-Boxen notwendig.

Belastung

"Vor allem ältere Personen und finanzschwache Haushalte wird die Umstellung belasten", befürchten die AK Konsumentenschützer. Die AK fordert deshalb, dass aus den für den Umstieg vorgesehenen Mitteln auch finanzielle Unterstützungen für Haushalte bereitgestellt werden, damit sie sich die notwendigen Geräte kaufen können. "Nicht nur die Rundfunkindustrie darf von Förderungen profitieren, auch die Endkunden", so die AK.

Zudem sind frühzeitige und umfassende Informationen notwendig, damit KonsumentInnen ihre Entscheidung, welchen Empfangsweg und welche Receiver sie nutzen, rechtzeitig und gut informiert treffen können. Denn es ist zu erwarten, dass bald auch bei uns Geräte auf den Markt kommen, die bereits für den digitalen Empfang gerüstet sind. (APA)

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AK

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