"Stromlösung nun Sache der Eigentümer"

29. Dezember 2004, 10:02
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Der scheidende EVN-General hält es "persönlich für einen schweren Fehler, wenn die Stromlösung nicht kommt"

Wien - "Wir können die Stromlösung nicht erzwingen. Wir haben den Vertrag mit dem Verbund bis zum letzten Beistrich verhandelt. Jetzt ist es Sache der Eigentümer zu sagen, ob sie die Lösung wollen oder nicht", sagte EVN-Generaldirektor Rudolf Gruber am Rande der Bilanzpräsentation am Dienstag.

Er persönlich halte es für einen "schweren Fehler, wenn die Stromlösung nicht kommt". Die österreichische Wasserkraft sei ein wichtiges Asset und sollte nicht ans Ausland gehen. Dass der Verbund gegen den Zusammenschluss opponiere sei unverständlich, zumal es die Zusicherung gebe, dass der Strom zu Marktpreisen plus einem Aufschlag bezogen werde, sagte Gruber.

Sollte aus dem Zusammenschluss der in der Energie Allianz vereinten fünf Regionalversorger mit EVN und Wien Energie an der Spitze und der Verbundgesellschaft nichts werden, könnte die im Jahr 2000 geformte Energie Allianz selbst zerbrechen. Gruber bestätigte, dass jeder der fünf Partner (neben EVN und Wien Energie noch Energie AG Oberösterreich, Linz AG und Bewag) Ende 2005 aussteigen könne. "Das haben wir damals so vereinbart", sagte Gruber. Vor allem der Energie AG werden Ausstiegsgelüste nachgesagt. (stro, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 15.12.2004)

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