Warner Musik verzeichnet gesunkene Verluste

30. Dezember 2004, 13:57
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Konzern erholt sich nach Umstrukturierung

Warner Music, der viertgrößte Musik-Konzern der Welt, hat in seinem Zehn-Monats-Bericht verringerte Verluste bekannt gegeben. Das erreichte der Konzern durch Entlassungen und eine Umstrukturierung. Die Nettoverluste des Unternehmens, das Time Warner im vergangenen März an ein Finanz-Konsortium verkauft hatte, seien in den vergangenen zehn Monaten von 239 Mio. Dollar auf 136 Mio. Dollar gesunken. Das operative Ergebnis sei in der gleichen Zeit auf einen Profit von sieben Mio. Dollar gestiegen, nachdem es ein Jahr zuvor bei minus 197 Mio. Dollar lag.

Das Unternehmen zeigt sich auch optimistisch, dass es bis Ende 2005 noch einmal 250 Mio. Dollar einsparen wird

Warner Music hat das Ende seines Geschäftsjahres von Ende November auf Ende September vorverlegt und deshalb in Abweichung zu den sonstigen Usancen einen Zehn-Monats-Bericht vorgelegt. Die Entlassungen von 1.000 Mitarbeitern und die Umstrukturierung haben Warner geholfen 240 Mio. Dollar Kosten einzusparen. Das Unternehmen zeigt sich auch optimistisch, dass es bis Ende 2005 noch einmal 250 Mio. Dollar einsparen wird. Weiter gab es bekannt, dass die Kosten der Umstrukturierung 60 Mio. Dollar weniger als die geschätzten 310 Mio. Dollar betrugen.

Doch ist das Verkaufs-Volumen von Warner gesunken, obwohl sich der amerikanische Musik-Markt allgemein erholt hat. Für die gesunkenen Verkaufszahlen macht Warner die verspätete Veröffentlichung von neuen Alben verantwortlich. Diese resultierten aus der Umstrukturierung des Unternehmens und daraus, dass einige Künstler von Warner abgesprungen sind.

Günstig

Günstige Wechselkurse führten zu einem Wachstum des Umsatzes um zwei Prozent auf 2,5 Mrd. Dollar. Doch ohne diesen Effekt ist der Umsatz um drei Prozent gesunken. EMI, der drittgrößte Musik-Konzern, gab im vergangnen Monat große Gewinne im ersten Halbjahr bekannt und zeigte sich optimistisch für die Zukunft. Vivendi Universal verzeichnete ebenfalls große Profite für Universal Music, den Marktführer. (pte)

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