Umfrage: Strasser war den Österreichern "in Asylsachen zu weich"

20. Dezember 2004, 15:50
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Die meisten Befragten haben kein Problem mit der Doppelministerschaft Platters

Wien - Der gerade abgetretene Innenminister Ernst Strasser (V) war den Österreichern in Asylsachen zu weich, und sein Abgang bereit ihnen ebenso wenig Kopfzerbrechen wie die vorübergehende Doppelministerschaft von Günther Platter (V). Das sind die zentralen Ergebnisse einer OGM-Umfrage für die "Presse" und den ORF-"Report". Demnach ist Strassers Abschied aus dem Amt 41 Prozent der 400 Befragten "egal". 33 Prozent bedauern den Rücktritt, 21 Prozent begrüßen ihn.

In der Asylpolitik ist Strasser, der eigentlich als Hardliner galt, den Befragten "zu weich" gewesen. Immerhin 39 Prozent vertraten diese Meinung. Allerdings empfanden seine Methoden auch 26 Prozent als "zu hart". 15 Prozent sagten, Strasser habe es "gerade richtig" gemacht.

Ausdrücklich begrüßt wird von den Österreichern die Zusammenlegung von Polizei und Gendarmerie. Satte 60 Prozent befürworten das Prestige-Projekt Strassers, nur 27 Prozent sagen Nein zur Fusion.

Für unbedenklich halten es die Österreicher, dass Bundesheer und Exekutive durch die Doppelministerschaft Platters vorübergehend in einer Hand sind. 60 Prozent finden nichts dabei, nur 30 Prozent melden Bedenken an. (APA)

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