Auch Pendler sollen Entschädigungen bei Zugverspätung erhalten

15. Dezember 2004, 21:18
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SPÖ-Europaabgeordnete Leichtfried erwartet Zustimmung des Verkehrsausschusses

Von Entschädigungen für Verspätungen im Bahnverkehr könnten in Zukunft auch Pendler profitieren. Der SPÖ-Europaabgeordnete Jörg Leichtfried zeigte sich am Dienstag in Straßburg im Gespräch mit Journalisten davon überzeugt, dass der Verkehrsausschuss des Europaparlaments eine derartige Regelung beschließen wird. Im Gegensatz zu den von der EU-Kommission vorgeschlagenen Entschädigungsansprüchen im grenzüberschreitenden Bahnverkehr will Leichtfried die Regelung generell auf nationale Verbindungen ausweiten.

Die von der ÖBB vergangene Woche beschlossene Kundencharta für Passagier-Entschädigungen im Fernverkehr begrüßte Leichtfried als "einen ersten Schritt in die richtige Richtung". In der geplanten EU-Verordnung will der SPÖ-Abgeordnete jedoch auch die Folgeschäden von Verspätungen berücksichtigt sehen, derartige Kompensationen aber finanziell begrenzen.

Die ÖBB haben vergangene Woche eine weitere Ausdehnung der Entschädigungsregeln nicht ausgeschlossen. Für Rückvergütungen im Nahverkehr bedarf es zuvor allerdings einer Einigung mit den regionalen Verkehrsverbünden. Bisher haben zwölf europäische Eisenbahngesellschaften freiwillige Entschädigungszahlungen auch im Nahverkehr beschlossen. Der Verkehrsausschuss des Europaparlaments wird voraussichtlich im Februar über die EU-Verordnung beraten. (APA)

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