Werbebranche beschwört den Silberstreif

16. Februar 2005, 13:53
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IAA zieht Bilanz: "Niederlage" Werbesteuer, Gefahr Werbeverbote

Besinnlich werden auch die Werber: Der Fachverband übte vor zwei Wochen Einkehr mit einer Jahresbilanz samt Prognose. Letzten Dienstag die österreichische Sektion der International Advertising Association, kurz IAA.

Hochstimmung kam hier wie dort nicht auf. Für die IAA rechnete Focus die vorliegenden Daten hoch auf das Gesamtjahr 2004 und kommt auf plus 4,2 Prozent.

Immerhin: 2001 bis 2003 sahen die Werbebeobachter Zuwächse um zwei Prozent. Bereinigt um Preissteigerungen und - in flauen Zeiten höhere - Rabatte bewegt man sich da real nahe der Nulllinie.

Für 2005 erwartet die werbetreibende Wirtschaft laut Focus-Umfrage real 2,5 Prozent Wachstum, die Agenturen rechnen mit 2,3 Prozent. Am kräftigsten soll weiter der - bisher kleine - Werbeträger Internet wachsen.

Laut Gallup-Umfrage fühlen sich Österreicher 2004 weniger von Werbung belästigt als in den Jahren zuvor. Ihr Unterhaltungswert wird freilich auch geringer eingestuft. Und Werbeverbote werden mehrheitlich positiver bewertet.

Eine Reihe solcher Werbeverbote - vom Spielzeug bis zu stark fetthaltigen Produkten - fürchtet IAA-Präsident Hans-Jörgen Manstein aus Brüssel. Seine Hoffnung, dass die österreichische Werbesteuer von fünf auf 2,5 Prozent halbiert wird, wirkt eher gedämpft. Wiewohl ein Teil dieser Steuerersparnis die Konjunktur belebte, wie er meint. Für 2005 sieht Manstein auch ohne sie neue "Silberstreifen am Horizont". (fid/DER STANDARD; Printausgabe, 15.12.2004)

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