Mobilkom sieht geplante Übernahme der bulgarischen Mobiltel auf Kurs

17. Dezember 2004, 12:27
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Nemsic: "Guten Mutes" für Gewinnung der Kaufoption noch vor Ende Dezember

Die Mobilkom Austria, Tochter der börsenotierten Telekom Austria (TA), sieht sich bei ihrer geplanten Südosteuropa-Expansion auf Kurs. Man sei "guten Mutes", die Kaufoption für die bulgarische Handyfirma Mobiltel wie geplant noch bis Monatsende unter Dach und Fach zu bringen, sagte TA-Vorstand und Mobilkom-Chef Boris Nemsic am Dienstag vor Journalisten. Seit der Unterzeichnung eines entsprechenden Vorvertrages arbeite man "fleißig" an der Kaufoption, die dann - nach einer eingehenden Due Diligence-Prüfung 2005 - ausgeübt werden könnte.

Noch offen

Ob die Mobiltel dann formalrechtlich von der TA selbst oder von der Mobilkom übernommen werde, sei noch offen und hänge von steuerlichen und Finanzierungsfragen ab, so Nemsic. Die operative Führung werde jedenfalls bei der Mobilkom liegen.

Die TA will die Mobiltel wie berichtet zu 100 Prozent um 1,6 Mrd. Euro kaufen. Die Übernahme wäre neben dem OMV-Einstieg bei der rumänischen Petrom eine der größten österreichischen Akquisitionen im Ausland. Finanziert werden soll der Deal zum größeren Teil aus dem Cash-Flow und zum geringeren Teil mit einer Anleihe. Die Höhe der Anleihe ist noch offen.

Firmenzukäufe

In den nächsten 3 Jahren will die TA insgesamt rund 2 Mrd. Euro in Firmenzukäufe investieren. Neben Bulgarien plant die TA vor allem den Einstieg in Bosnien und Serbien-Montenegro. Sollte das internationale Bieterverfahren für die Privatisierung des serbischen Mobilfunk-Betreibers Mobtel tatsächlich wie zuletzt berichtet im Jänner 2005 starten, werde die Mobilkom "in der ersten Reihe" sein, betonte Nemsic.(APA)

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