Flucht und gegrillte Austern: Wie Stars Weihnachten feiern

25. Dezember 2004, 12:41
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Cliff Richard singt in der Kirche - The Corrs essen Truthahn - Ludwig Hirsch will "Almauftrieb" entkommen

Viel Zeit mit der Familie verbringen - in diesem Punkt sind sich Stars einig, was Weihnachten betrifft. Doch während Ludwig Hirsch der "aufgezwungenen Harmonie" der Feiertage entflieht, liebt Popsängerin Lutricia McNeal den Rummel rund ums Christkind. The Corrs freuen sich auf den ersten Heiligen Abend mit dem Baby von Schlagzeugerin Caroline. "Kinder bringen Weihnachten ja erst zum Leben", sagte Sängerin Andrea.

The Corrs haben erst vor wenigen Tagen eine lange Tournee beendet. Zum Jahreswechsel zieht es die Geschwister zurück nach Irland. "Wir werden die Feiertage mit der Familie verbringen", so Andrea. "Natürlich planen wir ein gemeinsames Essen." Caroline ergänzte: "Falls der Truthahn gelingt, steht einem üppigen Mahl nichts im Weg." Ein paar Drinks sollten nicht fehlen, betonte Bruder Jim (Gitarre). Auf alle Fälle freue man sich auf den Urlaub. "Vermutlich wird sich alles um das neue Baby in der Familie drehen.", meinte Andrea.

Feiertage mit Familie

Cliff Richard hat ein Haus auf Barbados und genießt in seiner Freizeit die Sonne, Weihnachten verbringt der Sänger aber zu Hause. "Das Wetter in England ist zwar nicht so gut wie in der Karibik, aber das hat Vorteile. So sind alle gezwungen, zu Hause zu bleiben und zu kommunizieren. Ich werde die Feiertage mit der Familie verbringen. Meine Schwester, ihr Mann und ihre Kinder reisen aus Portugal an. Wir laden außerdem ein paar Nachbarn ein. Traditionell stehen gegrillte Austern am Speiseplan. Der schwierigste Teil von Weihnachten ist, die Austern zu öffnen... Am Abend gehe ich in die Kirche und singe mit den anderen mit. Ich mag Weihnachten."

"Die Weihnachtstraurigkeit"

Ludwig Hirsch hat seine Meinung über die "stille Zeit" mit dem Song "Die Weihnachtstraurigkeit" vor Jahren vertont. Der Künstler zur APA: "Es geht mir manchmal ein bisserl auf die Nerven, die aufgezwungene Harmonie, das aufgezwungene Lichtermeer. Ich zieh mich gerne über Weihnachten mit meiner Familie in die Steiermark zurück. Wir wohnen auf einem hergerichteten Bauernhof und versuchen, der Hektik zu entfliehen." Zum Rummel rund ums Weihnachtsgeschäft meinte er: "Mir ist es wichtig, dem Almauftrieb zu entkommen..."

Geschenke für alle Freunde

Eine ganz andere Einstellung hat Lutricia McNeal: "Ich gehe immer in der letzten Minute einkaufen. Das macht Spaß. Ich werde Geschenke für alle Freunde besorgen - schenken ist besser als beschenkt zu werden." Die Festtage plant die Sängerin in Dallas mit der Familie zu verbringen. "Da es in Texas selten schneit, werde ich mir einen riesigen Christbaum besorgen und ihn mit künstlicher weißer Pracht verzieren. Am Christtag singe ich 'Stille Nacht', decke den Tisch festlich und koche den Truthahn. Dann entspanne ich mich, genieße und denke über das vergangene Jahr nach." (APA)

Zu Silvester zieht es Lutricia wieder nach Europa: "Heuer wird in München gefeiert. Im vergangenen Jahr waren wir in Wien - das hat mir Glück gebracht."

Wahre Bedeutung geht verloren

Auch die sieben Mitglieder des Vokal-Ensembles Naturally 7 werden die Feiertage zu Hause in Amerika bei ihren Familien mit Singen und Spielen verbringen. Die Stimmakrobaten betonten im APA-Gespräch, dass sie Österreich um die Weihnachtsruhe beneiden: "In den USA sind selbst am Christtag alle Shops offen. Bereits Stunden nach der Bescherung gehen die Leute ihre Geschenke umtauschen. In Amerika beginnt das Weihnachtsgeschäft Mitte Oktober. Es geht nur noch ums Geld, die wahre Bedeutung des Fests der Liebe geht verloren."

Weihnachten ein Horror

Harald Krassnitzer spart ebenfalls nicht mit Kritik: "Ich finde, Weihnachten ist ein Horror", betonte der Salzburger Schauspieler gegenüber der TV-Zeitschrift "Gong". "Das ist für mich die depressivste und schwerste Zeit des Jahres, weil ich dieses Umfeld mit dem Kaufhausstress nicht mehr ertrage. Ich kaufe das ganze Jahr Weihnachtsgeschenke, wenn ich etwas Schönes sehe. Das wird dann gebunkert. So hat man dann mehr Zeit zum Spazierengehen, Geschichten erzählen, Kekse backen und für Schneeballschlachten."

Traditionell

Hollywood-Star Tom Hanks mag es traditionell: "Wir schmücken einen Baum und halten uns zurück bei den Geschenken. Es wird gesungen und fürchterlich viel gegessen", sagte der 48-Jährige der Illustrierten "Bunte". Hanks verteidigte Mythen wie den Weihnachtsmann; ohne sie wäre das Leben unerträglich öde. "Die Welt der Kinder ist erfüllt mit Wundern. Und dies sollte so lange wie irgend möglich erhalten bleiben. Für mich existiert diese Welt seit 48 Jahren." (Schluss) wh/af

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