Miserable Bildungspolitik: Schulen im tiefen Chaos

4. Juli 2005, 10:58
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Drei Schüler über Pisa - ein Kommentar

Jetzt wird endlich wieder über die miserable Bildungspolitik Österreichs diskutiert. Der Grund: die Pisa-Studie. Jeder kennt sie, und jeder weiß: Österreich ist längst nicht mehr Musterland in Sachen Bildung und Schule. Wir, die "coole Schule", wissen das schon lange. Dass wir in den Leistungen abgestürzt sind, steht außer Diskussion. Dass wir Schüler aber auch Schuld für die schlechteren Ergebnisse tragen, sehen wir anders.

Denn die wenigsten kennen die Zustände in den Schulen. Beispiel einer 3. Klasse AHS in Wien: Über 30 Kinder sitzen in einem engen Klassenraum, der gerade für 20 Personen ausreicht - individuelle Förderung ist unmöglich. Lehrer halten Frontalunterricht ab, da keine Ressourcen - etwa für offenes Lernen - da sind. Wir kommen pro Stunde höchstens eine halbe Minute zu Wort, müssen stattdessen Texte abschreiben und auswendig lernen. Unter solchen Umständen ist es klar, dass Spaß und Leistung weniger werden. Die Schule versinkt im Chaos.

Man müsste das Schulsystem auf unsere Bedürfnisse hin ausbauen: von der Schulgestaltung bis hin zur Mitbestimmung bei Lehr- und Stundenplan oder der Unterrichtsmethode. Auch Themen wie Benotung müssten mit uns diskutiert werden. Schließlich gehen wir zur Schule und sollen gute Leistungen zeigen.

Igor (13) und Miriam Mitschka (14), Sven Hergovich (16)
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