Pentagon bestätigt acht Todesfälle in US-Gefängnissen in Afghanistan

14. Dezember 2004, 19:55
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Human Rights Watch fordert in Offenem Brief Aufklärung

Washington - Seit dem Ende der Taliban-Herrschaft sind in US-Gefängnissen in Afghanistan acht Häftlinge gestorben. Das bestätigte das Pentagon am Montag, nachdem die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) in einem Offenen Brief an Verteidigungsminister Donald Rumsfeld Aufklärung von "Verbrechen amerikanischer Truppen in Afghanistan" gefordert hatte. In drei Fällen seien derzeit noch Untersuchungen im Gange, sagte ein Sprecher des Kommandos in der US-Armee, das mit den Ermittlungen betraut ist. Ursprünglich hatte die US-Armee sechs Todesfälle öffentlich bestätigt.

Zu den jetzt bekannt gewordenen beiden neuen Fällen zähle ein Gefangener, der bereits schwer verletzt vor dem Tor eines US-Stützpunkts von afghanischen Milizionären zurückgelassen worden sei und dann später in US-Gefangenschaft gestorben sei, sagte ein hochrangiger Armee-Vertreter. HRW hatte der US-Armee und US-Geheimdienstmitarbeitern wiederholt systematische Misshandlungen von Gefangenen in Afghanistan vorgeworfen. Die Organisation hatte in zwei Berichten auf sechs Todesfälle hingewiesen, die bis ins Jahr 2002 zurückreichen. (APA)

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