Regierung startet Offensive in Darfur

18. Dezember 2004, 20:27
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Rebellen verweigern Friedensgespräche ohne Waffenstillstand in der Krisenprovinz

Abuja - Die Friedensgespräche zwischen den Rebellen in der sudanesischen Region Darfur und der Regierung in Khartum in Nigeria sind unterbrochen. Die Rebellen warfen der sudanesischen Regierung am Montag vor, in der gesamten Region eine Offensive begonnen zu haben. Deshalb boykottierten sie die Gespräche in Abuja.

Die Rückkehr an den Verhandlungstisch sei nur nach der Einstellung der Kampfhandlungen seitens der Regierung möglich, sagte ein Sprecher der Sudanesischen Befreiungsarmee, Bahar Ibrahim. Dies erkläre er für beide Rebellengruppen, die an den von der Afrikanischen Union (AU) in Abuja vermittelten Gesprächen teilnähmen.

Die Vereinten Nationen haben den Konflikt in Darfur als die derzeit größte humanitäre Katastrophe bezeichnet. In zweijährigen Kämpfen sind zehntausende von Menschen getötet und fast zwei Millionen vertrieben worden. (APA/AP)

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