Tag der "poetischen Freiheit"

17. Dezember 2004, 19:23
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Feierstunde für Friederike Mayröcker zum 80. Geburtstag der Dichterin im Bundeskanzleramt

Wien - Aus Anlass ihres 80. Geburtstags (am 20. Dezember) fand am Montag im Bundeskanzleramt eine Feierstunde für die Dichterin Friederike Mayröcker statt. Bundeskanzler Wolfgang Schüssel sprach von "höchster literarischer Präzision und größtmöglicher poetischer Freiheit", die Mayröckers Werke auszeichneten, und reihte sie in die Gruppe der großen österreichischen Schriftsteller nach dem Zweiten Weltkrieg ein. Schüssel: "Mit Friederike Mayröcker, Ernst Jandl, Andreas Okopenko, H.C. Artmann und der so genannten Wiener Gruppe wurde eine zeitgemäße und vielfältige Literatur geschaffen, die zu den literarischen Standards der Gegenwart zählt." Mayröcker sei "eine Meisterin des sprachlichen Ausdrucks". Kunststaatssekretär Franz Morak dankte der Lyrikerin für ihren "äußerst lebendigen Beitrag zur österreichischen Literatur, mit dem sie mindestens zwei Generationen von Dichtern inspiriert, geprägt hat und weiterhin prägt". Er nannte sie jedoch zweimal "Elfriede", was den Bundeskanzler zu der Bemerkung veranlasste, er, Morak, müsse sich wegen der Fehlleistung "ins Eck stellen". (red/DER STANDARD, Printausgabe, 14.12.2004)
  • Wort trifft Politik: Franz Morak, Friederike Mayröcker und Wolfgang Schüssel.
    foto: standard/cremer

    Wort trifft Politik: Franz Morak, Friederike Mayröcker und Wolfgang Schüssel.

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